Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu und St. Judas Thaddäus Berlin-Tempelhof

Pfarrmagazin

Unser Pfarrmagazin erscheint monatlich.
Die Gesamtausgabe mit den Werbeanzeigen finden Sie vorläufig nur in der gedruckten Version, die kostenlos an den Schriftenständen unserer Kirchen ausliegt.

Interessiert an Mitarbeit? Nur zu! Mailen Sie der Pfarrei. Adresse siehe "Kontakt". Wir würden uns sehr freuen. Es muß nicht regelmäßig sein. Wenn Sie einen Beitrag für interessant halten und für Ihr Pfarrmagazin etwas aufbereiten, reicht das schon. Es muß auch nicht immer lustig sein, ganz wie im richtigen Leben.

Ausgabe September 2021

(Auszüge)

GRUSSWORT - PFARRER ARDUINO MARRA

Liebe Schwestern und Brüder,

die Ferien sind vorbei und der Arbeitsalltag hat alle wieder eingeholt. Die Gemeindearbeit ist auch voll im Gange:

- Die Erstkommunionvorbereitung der Kinder neigt sich ihrem Ende zu. Coronabedingt hat sie fast ein ganzes Jahr gedauert! Am 11. September um 10 Uhr dürfen nun die Kinder zum ersten Mal den Leib Christi empfangen. Der neue Kurs steht aber schon an und wird Ende September starten.

- Die Ministranten haben durch ihre gemeinsame Fahrt einen neuen Impuls bekommen und hoffen auf Nachwuchs und auf die baldige Möglichkeit, ihre Aktivitäten wieder aufnehmen zu können.

- Eine Gruppe von Jugendlichen hat sich zur Kolpingjugend konstituiert und will anfangen, sich regelmäßig zu treffen - so die Pandemie es erlaubt.

- Eine Gebetsgruppe übernimmt jeden ersten Samstag im Monat das Rosenkranzgebet um 17 Uhr.

- Ab diesem Monat soll an jedem Mittwoch von 18.30 bis 19.30 Uhr in Herz Jesu eine Eucharistische Anbetung stattfinden, jeweils von unterschiedli-chen Kreisen gestaltet. In St. Judas Thaddäus ist die Kirche weiterhin jeden Mittwoch von 18.00 bis 19.00 Uhr offen, während an jedem letzten Mittwoch im Monat um 18.30 Uhr ab sofort eine Vesper gesungen wird.

- Regelmäßige kindgerechte Gottesdienste sollen wieder angeboten wer-den.

- Die Spieleabende in St. Judas Thaddäus der Senioren finden wieder statt.

- Die Kolpingfamilie hat wieder begonnen, sich im Pfarrsaal von Herz Jesu zu treffen.

Personell wird es im Hinblick auf die Gründung der neuen Pfarrei Hl. Johannes XXIII. auch Neuerungen geben:
- Frau Anna Firla wird ab 1. September als neue Pastoralreferentin das Seelsorgeteam erweitern. Sie wird ihren Dienstsitz in Herz Jesu haben.
- Frau Corinna Haas beginnt ebenfalls ab 1. September ihren Dienst als neue Sekretärin für das künftige Pfarreibüro.
Beide seien ganz herzlich willkommen geheißen. Ich bin ganz zuversicht-lich, dass es zu einer guten Mitarbeit und einem guten Miteinander kom-men wird.

Im September wird das Pfarrbüro ertüchtigt und erneuert. Ab 1. Januar 2022 wird als Pfarrsekretärin auch Frau Claudia Jas (zurzeit Sekretärin in der Pfarrgemeinde Maria Frieden) ihren neuen Dienst hier in Herz Jesu antreten. Diakon Markgraff-Kosch und Gemeindereferentin Benita Bastini werden dann ihren Dienstsitz nach Maria Frieden verlegen – so die Absprache mit den betroffenen Personen.

Zudem stehen, wie nun seit mehreren Wochen vermeldet, die Wahlen an für die neuen Gremien. Sie finden am 6. (Samstag) und am 7. (Sonntag) November 2021 statt. Die genauen Zeiten und Orte an den Wahltagen werden noch bekannt gegeben.
Personen, die außerhalb der Pfarrgemeinde wohnen, dürfen für die Wahlen 2021 ihre Aufnahme in das Wählerverzeichnis der Pfarrei schriftlich beantragen. Ein Formular dazu ist im Büro erhältlich oder auf der Homepage des Erzbistums (www.erzbistumberlin.de/wir-sind/wahlen/) abrufbar. Die Frist dafür endet am 5. September 2021.
Gewählt werden die Mitglieder im Pfarreirat, der sich um die Angelegen-heiten der ganzen Pfarrei „Hl. Johannes XXIII.“ kümmert, und die Mitglieder der vier Gemeinderäte, die sich für die Ziele im Gebiet der jeweiligen einzelnen Gemeinde einsetzen.
Für beide Gremien werden Kandidatinnen und Kandidaten gesucht. Aufgerufen sind die Organisationen und Gruppen unserer gegenwärtigen Gemeinde Herz Jesu, Engagierte zu finden, die der Kandidatur schriftlich zustimmen.
Die Frist zum Vorschlag von Kandidierenden endet am 5. September 2021. Mit Bekanntgabe des vorläufigen Wahlvorschlages am 12. September gibt es zwei Wochen lang die Möglichkeit weitere Personen für die Kandidatur vorzuschlagen. Am 3. Oktober werden die beiden endgültigen Kandidaturlisten veröffentlicht.

Ich richte einen dringenden Appell an alle Leserinnen und Leser, zu über-legen, wie Sie sich in der Gemeinde einbringen möchten, indem Sie für eines der Gremien kandidieren oder die Aktivitäten der Pfarrei durch Ihre Zeit und Ihr Engagement unterstützen. Auf jeden Fall bitte ich alle um das inständige Gebet.

Gott segne Sie alle!

Ihr
Pfarrer Arduino Marra

L i t f a s s s ä u l e

- Zu entdecken: Berlins katholische Sakralbauten
Verschiedene Kirchenführer zeigen interessante Sakralbauten im Berliner Raum. Regulär finden die Führungen am ersten Mittwoch des Monats um 18.00 Uhr statt. Die Führungen sind kostenfrei, um Spenden wird gebeten. Verantwortlich für das Programm ist Konstantin Manthey: Telefon (030) 2830950, manthey@katholische-akademie-berlin.de

1. September: St. Josephs-Kirche, Velten (Mark), Schulstraße 11, 16727 Velten



- Kirchenöffnung Herz Jesu:
Jeden Dienstag von 10.00 bis 11.00 Uhr
jeden Freitag von 17.00 bis 18.00 Uhr

- Kirchenöffnung St. Judas Thaddäus
Jeden Mittwoch von 18.00 bis 19.00 Uhr

- Laib und Seele Lebensmittelausgabe:
Immer Dienstag von 14.00 bis 15.00 Uhr in der evangelischen Rundkirche am Wolffring.
Achtung Ausgabezeiten ab August 2021:
Neukunden und Sonderregelung: 13.30 - 14.00 Uhr
Buchstabe A bis G: 14.00 - 14.30 Uhr
Buchstabe H bis N: 14.30 - 15.00 Uhr
Buchstabe O bis Z: 15.00 - 15.30 Uhr
Warten im Freien (vor der Kirche), nur Ausgabe von Lebensmitteln.
Die Regeln mit Hygienevorschriften sind zu beachten.
Spendenkonto für Laib und Seele:
Evang. Paulus Kirchengemeinde Tempelhof, Stichwort: Laib und Seele
Postbank Berlin, IBAN: DE44 1001 0010 0051 1401 10


- Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken
Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro. Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Gebetsmeinung Papst Franziskus´ September 2021

Universale Gebetsmeinung - Um umweltbewusst nachhaltigen Lebensstil:

Beten wir, dass wir alle mutige Entscheidungen für einen einfachen und umweltbewusst nachhaltigen Lebensstil treffen und uns über die jungen Menschen freuen, die hierin ganz entschieden leben.

Krankenkommunion

KRANKENKOMMUNION
KRANKENKOMMUNION Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken

Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro.
E-Mail und Telephon siehe "Kontakt"

Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Kinderkirche Familienkirche - entfällt z.Zt. coronabedingt

Kinderkirche  Familienkirche

Herzliche Einladung zum Familiengottesdienst

mit paralleler Kinderkirche

Jeden 1. Sonntag im Monat um 10.45 Uhr
in St. Judas Thaddäus
(Bäumerplan 1-5, 12101 Berlin)

Anschließend herzliche Einladung zum Frühschoppen:
Gemeinsam frühstücken, Kaffee trinken und Kuchen essen im Pfarrsaal.

Das Frühschoppenteam bereitet alles vor. Es nimmt gerne Anregungen entgegen und freut sich über jede Unterstützung - in welcher Form auch immer (Kontakt: Frau Schukowski, Tel. 0174-1620012).

Und: Generell werden fleißige Hände benötigt. Coole Veranstaltung, aber es muß auch einer machen...

Die nächsten Termine:
vorerst keine weiteren Termine aufgrund der Corona-Krise

Aus dem Leben der Gemeinde

Getauft und in unsere Gemeinde aufgenommen wurde:
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Das Sakrament der Ehe spendeten sich:
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Von Gott heimgerufen:
01.06.2021 - Bernhard Lohe

MINISTRANTENFAHRT AN DEN KÖRISER SEE - BERICHT

Liebe Gemeinde,

trotz der Pandemie konnte die Ministrantengruppe auch dieses Jahr wieder eine Ministrantenfahrt machen. In der letzten Woche der Sommerferien sind wir zur Jugendherberge Köriser See gefahren. Mit den Leitern waren wir neun Personen.
Unser Thema in diesem Jahr war das „Vater unser“, das wir immer vormit-tags behandelt haben. Am Ende der Woche hatten wir ein besseres Ver-ständnis für unser Gebet. Zusätzlich haben wir jeden Morgen und jeden Abend einen kleinen Impuls, bestehend aus einem zusammenpassenden Text, Gebet und Segen gehalten, den die Ministranten selbst vorbereiteten.

Wir sind Sonntagvormittag nach der Hl. Messe in St. Judas Thaddäus los-gefahren. Angekommen, sind wir ein kurzes Stück durch den Wald zur am See gelegenen Jugendherberge gelaufen und haben unsere Zimmer bezo-gen. Unseren Nachmittag haben wir mit Einrichten des Zimmers und Uno verbracht.
Am zweiten Tag haben wir nach der Theorieeinheit „Capture The Flag“ gespielt. Bei diesem Spiel wurde unsere Gruppe in zwei Teams aufgeteilt, die die Flagge des jeweils anderen Teams finden sollten. Aufgrund des warmen Wetters konnten wir das Spiel mit selbstgebastelten Wasserbomben ver-bessern. Unseren Tag haben wir mit dem Abendessen beendet.
Dienstagnachmittag haben wir eine Kanutour gemacht. Wir sind mit zwei Booten eine ca. 11 km lange Strecke über den Klein Köriser See und den Hölzernen See gefahren. Bei einem kleinen Zwischenstopp haben wir uns alle ein Eis gegönnt. Wir sind abends, geistlich und körperlich erschöpft, zu Bett gegangen.
Am Mittwoch haben wir unsere Theorieeinheit auf den Nachmittag geschoben und vormittags eine Radtour gemacht. Wir sind auf der ca. 25 km langen Strecke hauptsächlich durch den Wald gefahren. Trotz einer Panne sind wir pünktlich und gesund zum Mittagessen wieder in der Jugendherberge angekommen. Nachmittags haben wir zusätzlich zu einer kurzen Theorie zum Thema Vaterunser einen Wortgottesdienst vorbereitet. Die Ministranten haben die Fürbitten selbst geschrieben, die Lesungen gehalten und selbst Lieder herausgearbeitet. Ein Ministrant hat die Predigt selbst geschrieben und vorgetragen. Abends, nachdem die Dunkelheit eingetroffen ist, haben wir noch eine kleine Nachtwanderung mit Gruselgeschichten am See entlang gemacht.
Unseren letzten vollen Tag, Donnerstag, haben wir am Nachmittag mit einem Geländespiel verbracht. Dabei wurde unsere Gruppe in mehrere Teams aufgeteilt, die überall auf dem Gelände Orte finden mussten und kleine Aufgaben erledigten. Unseren Abschiedsabend haben wir mit langen Gesprächen beendet.
Freitagmittag sind wir dann, alle sehr müde, am Bahnhof Südkreuz angekommen und wurden von unseren Eltern abgeholt.

Es war eine schöne und abwechslungsreiche Ministrantenfahrt und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.


Die Ministrantinnen und Ministranten

Kolpingtermine (HEJ)

09.09., 14.00 Uhr: Seniorenmesse in Herz Jesu mit anschließend Kaffee und Kuchen im Pfarrsaal der Gemeinde

20.09., 19.00 Uhr: Spieleabend mit der Gemeinde Herz Jesu im Pfarrsaal

KLEINES ARCHIV

TAG DES OFFENEN DENKMALS 2021

Regelungen für die Feier von Gottesdiensten in Herz Jesu und St. Judas Thaddäus

Für die Feier von Gottesdiensten sind Maßnahmen zum Schutz vor Anste-ckung mit dem Coronavirus erforderlich. Den folgenden Regelungen liegt das Schutzkonzept für die Feier von Gottesdiensten im Erzbistum Berlin zugrunde.
+ Menschen mit Erkältungssymptomen, insbesondere trockenem Husten, Fieber oder Halsschmerzen, verzichten auf die Teilnahme am Gottes-dienst.
+ Wenn irgend möglich tragen Sie bitte einen textilen Schutz vor Mund und Nase (Maske), um die Ansteckungsgefahr zu verringern.
+ Beim Betreten der Kirche desinfizieren Sie bitte gründlich Ihre Hände.
+ Alle Teilnehmenden am Gottesdienst tragen sich in Anwesenheitslisten mit Namen, Anschrift und Telefonnummer ein. Die Daten werden vier Wochen in unserer Gemeinde aufbewahrt und können ausschließlich von der zuständigen Behörde abgerufen werden. Nach Ablauf der Aufbewah-rungsfrist wird die Anwesenheitsliste gelöscht bzw. vernichtet.
+ Der Abstand zwischen zwei Personen muss immer mindestens 1,50 Me-ter betragen. In unseren beiden Kirchen setzen Sie sich dazu bitte auf die mit einem „X“ markierten Plätze. Das „X“ sollte sich auf der Ablage vor Ihrem Platz befinden. Der Abstand von 1,50 Meter gilt auch beim Gang zur Kommunion, die nur als Handkommunion gereicht wird, beim Anzünden der Opferkerzen und beim Betreten und Verlassen der Kirche.
+ Es darf kein Körperkontakt stattfinden, daher keine Handreichung beim Friedensgruß. Die Kollekte wird mit dem Klingelbeutel (HEJ) bzw. mit auf-gestellten Körben am Ausgang (JTH) eingesammelt.
+ Die Höchstzahl der Teilnehmenden am Gottesdienst richtet sich nach der Größe der Kirche, sodass stets ein Abstand von 1,50 Metern gewährleistet ist. Eine Anmeldung oder Reservierung von Plätzen ist nicht möglich.
+ Es wird nicht gesungen (Vermeidung des erhöhten Ausstoßes von Tröpf-chen). Gesangbücher können nicht zur Verfügung gestellt werden.
+ Vor, während und nach dem Gottesdienst wird die Kirche gelüftet, um ei-nen Luftaustausch im Innenraum zu ermöglichen.
+ In den Kirchen stehen Helferinnen und Helfer zur Verfügung. Wir bitten dringend, deren Anweisungen zu folgen.
Diese Reglungen entsprechen dem Stand vom 19. Juni 2020. Sobald neue oder geänderte Regelungen und Maßnahmen für Berlin vereinbart werden, werden diese an unseren Kirchen ausgehangen und auf unserer Internetseite veröffentlicht. Das Schutzkonzept des Erzbistums Berlin zur Feier von Gottes-diensten ist in den Schaukästen unserer Kirchen und auf der der Internetseite des Erzbistums Berlin veröffentlicht.

Karwoche 2020 St. Judas Thaddäus

Rückblick auf die Karwoche 2020

Nach einer sehr ruhigen Fastenzeit, in der wir seit dem 3. Fastensonntag keine Gottesdienste in der gewohnten Form und Regelmäßigkeit feiern durf-ten, gingen wir mit vielen Gedanken und Überlegungen in die Vorbereitungen der Kar- und Ostertage.
Und so wurde beschlossen, dass unsere beiden Kirchen an jedem der Tage für mehrere Stunden geöffnet werden und im Rahmen der noch möglichen liturgischen Möglichkeiten und je nach Symbolik optisch und ggf. akkustisch ausgestaltet werden, so dass die „Geschichte“ beginnend vom Einzug in Jerusalem über das Gedenken ans Letzte Abendmahl, das Gebet am Ölberg über Verhaftung, Kreuzigung und Grabesruhe hin zur triumphalen Auferste-hung am Ostermorgen sicht- und begreifbar wird.
Im stillen Gebet hatten die Besucher der Kirchen Gelegenheit, sich individuell im stillen Gebet mit dem Leidensweg Jesu auseinanderzusetzen und sich so auf Jesu Auferstehung vorzubereiten und auch über das eigene Leben nachzudenken.
Die Dramatik, die die Kartage sowieso mit sich bringen, wurde aufgrund der ungewissen, unangenehmen und zudem vor allem ungewohnten Situation noch gesteigert. Eine Rückkehr zur Normalität schien in weiter Ferne. Vor allem die Leere im Altarraum am Karsamstag und die Hoffnung auf Besse-rung – symbolisiert durch eine einzelne brennende Kerze – blieben in Erin-nerung und ließen die Eindrücke noch schmerzhaft erscheinen.
Überwiegend gab es viel Dankbarkeit, dass die Türen der Kirchen geöffnet waren und diese einmalige Gelegenheit und Form zum Begehen der Kar-woche möglich war. Vielfach feierten die Besucher die Gottesdienste zuhau-se am Bildschirm per Livestream und brachten anschließend ihr persönli-ches Gebet in der geöffneten Kirche dar. So wurde die Kirche zu einem Ort der der Stille und der inneren Einkehr, fernab vom Alltagsstress draußen. Spaziergänger, die zufällig vorbei kamen, wagten einen Blick hinein und äußerten zudem auch die Freude darüber, dass die Kirchen, die sonst immer nur zu seien und von außen so beeindruckend aussähen, nun „endlich mal offen wären“.
Einen herzlichen Dank an alle, die sich Gedanken gemacht haben, ob, wann und wie die Tage gestaltet werden, sich an der Durchführung beteiligten und ihre Ideen eingebracht haben.

Nicolas Franz

60 Jahre St. Judas Thaddäus

PROGRAMM
Mi, 04.09.19
18:00 Uhr Kirchenführung des Erzbistums Berlin
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Do, 05.09.19
18:00 Uhr Gebetsstunde um geistliche Berufungen
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Fr, 06.09.19
17:00 Uhr Beichtgelegenheit
17:30 Uhr Rosenkranzgebet
18:00 Uhr Hl. Messe
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Sa, 07.09.19 – Tag des offenen Denkmals
15:30 Uhr Orgelführung und Orgelmusik
16:30 Uhr Kirchenführung
Offene Kirche: 15:00 – 18:00 Uhr

So, 08.09.19 – Tag des offenen Denkmals
10:45 Uhr Hl. Messe mit Ministrantenaufnahme
13:00 Uhr Hl. Messe der ghanaischen Gemeinde
in Englisch und Twi
15:30 Uhr Kirchenführung
16:30 Uhr Orgelführung und Orgelmusik
17:30 Uhr Kirchenführung
Offene Kirche: 09:30 – 19:00 Uhr

Mo, 09.09.19
18:00 Uhr Kurzandacht
(Angelus-Gebet und
Litanei zum Hl. Judas Thaddäus)
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Di, 10.09.19
18:00 Uhr Rosenkranzandacht
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Mi, 11.09.19
18:00 h: Bittandacht
zum Hl. Judas Thaddäus
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Do, 12.09.19 – Tag der Kirchweihe (12.09.1959)
18:00 Uhr Kirchweihvesper
mit der Choralschola
St. Judas Thaddäus
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Fr, 13.09.19
17:00 Uhr Beichtgelegenheit
17:30 Uhr Rosenkranzgebet
18:00 Uhr Hl. Messe
19:00 Uhr Spieleabend (im Pfarrsaal,
Zugang über Bäumerplan 7)
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Sa, 14.09.19
17:00 Uhr Vesper in der Christkönigskapelle
des St. Joseph Krankenhauses
(Zugang über Bäumerplan 24)
Offene Kirche: 15:00 – 16:30 Uhr

So, 15.09.19 – 60. Kirchweihfest
11:00 Uhr Festmesse
mit der ghanaischen Gemeinde
und parallelem Kindergottesdienst
(Begleitung: Orgel und Chor
der ghanaischen Gemeinde)

Wiedereröffnung von Herz Jesu April 2019

JUBELFEIER zur WIEDERERÖFFNUNG von HERZ JESU

O lass im Hause dein uns all geborgen sein.

Endlich öffneten sich am 23. Februar 2019 die Türen unserer neu gestalteten und renovierten Pfarrkirche wieder für alle.

Deo gratias!

Kaum eingetreten beeindruckte die unerwartete Helligkeit, stachen Schönheit und Glanz der vertrauten Flügelaltäre - z.T. an veränderter Stelle - ins Auge, fiel der Blick staunend auf 3 ganz neue Elemente aus Porphyr, einem nahezu sandfarbenen Lavagestein mit je eigenem „Feuer". Dies sind der Stein des Taufbeckens in der Marienkapelle, der Ambo, nun auf einer Altarstufe links postiert und der Altarstein selbst.

Von festlichen Orgelklängen begleitet zogen Weihbischof Matthias Heinrich, fünf Priester, Diakon und Ministrantinnen und Ministranten in stattlicher Zahl ein, und die voll besetzte Kir-che hallte vom Lobgesang wieder: „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land ..."

Herzlich begrüßte Pfarrer Schlosser Mitbrüder, Gäste und Festgemeinde. Der Weihbischof äußerte seine Freude, nun die Weihehandlungen vorzunehmen und mit uns Eucharistie zu feiern. Zuerst segnete er den Taufstein, Ort geschenkter Gotteskindschaft, dann den Ambo, von dem künftig das Wort Gottes verkündet wird. Die Weihe des Altarsteins begann mit der Einmauerung eines Kästchens mit Reliquien, wozu alle Kinder nach vorn eingeladen wurden. Manch Erwachsener erlebte diese seltene und feierliche Zeremonie auch zum 1. Male. Unter Gebeten begoss, ja salbte Mattias Heinrich dann den Altartisch mit Chrisam, einem geweih-ten Öl, stellte an alle Ecken Kerzen und entzündete sie mit dem Licht der Osterkerze. Auf-steigende Rauchschwaden ließen an alttestamentliches Opfern denken, das mit Jesu Opfer-tod für immer überholt war und bleibt. Schließlich bereiteten Ministranten den ‚Tisch des Bro-tes‘ mit weißen Tüchern, Leuchtern, Kreuz und Messbuch für die weitere Eucharistiefeier vor.

Zum Sanctus und Agnus Dei erklangen ausgesucht schöne Solostücke aus der deutschen Messe von Lothar Graap, gesungen von Tenor Karol Bettley, zum Auszug ein barocker Marsch von J. Clarke, dargeboten von Hornist J. Schulte, beide professionell begleitet von unserem Organisten W. Wrede. Man hörte förmlich seine Freude, der frisch gestimmten Or-gel festliche Klänge zu entlocken. Nach der Kommunion wurde der Tabernakel, nun an un-gewohntem Ort, neben der Sakristeitür, gesegnet, ehe er das Allerheiligste aufnahm. Das Ewige Licht darüber konnte neu entzündet werden.

Nach dem Segen wurden die Kinder, die prima durchgehalten haben, ins Gemeindezentrum vorausgeschickt. Unser KV-Mitglied Herr Wagenaar trat - eine Riesenglühbirne in der Hand - an den Ambo und leitete seine Dankrede wie folgt ein: „Mit dieser 1000-Watt-Glühbirne fing alles an…"

Monatelang rauchten kluge Köpfe, um zu entscheiden, welche Reparaturen außer der Licht-anlage unumgänglich, welche wichtig und bezahlbar wären, findige Fachleute ersonnen cle-vere technische Lösungen und fleißige Handwerker verschiedenster Gewerke setzten das Nötige um. Allein die Aufzählung aller Mit- und Zuarbeiter machte schwindelig, keiner sollte vergessen werden. Herr Wagenaar dankte jedem Einzelnen aufrichtig für dessen Beitrag, der zum Gelingen des Gesamtwerkes beigetragen hat. Wir, die Gemeinde, stimmten dem dankbaren Herzens mit Applaus zu. Stellvertretend für alle Akteure überreichte er später Herrn Marcus Nitschke vom Büro D:4 den 1000-Watt ‚corpus delicti‘!

Nun hatten auch Gäste und Gemeindemitglieder eine Atempause nötig und leibliche Stär-kung im Gemeindehaus verdient, welche auch unser Weihbischof gern annahm. Gegen 14.00 Uhr bestand das Angebot, sich von den Architekten Lutzenberger + Lutzenberger selbst durch die Kirche Herz Jesu führen zu lassen. Sie ließen uns teilhaben an ihren ers-ten Ideen und konzeptionellen Überlegungen, an kleinen und großen Überraschungen, wel-che erst während des Umbaus auftraten und weckten auf diese Weise noch tiefere Wert-schätzung für die zahlreichen Kostbarkeiten in unserer Kirche.

Wer mochte, konnte sich bei Kaffee und Kuchen unterhalten oder bei den Kindern vorbei-schauen, bis gegen 16.00 Uhr zur abschließenden Vesper geläutet wurde. In seiner An-sprache zitierte Diakon Markgraff-Kosch die Antwort Jesu auf die Frage der Jünger: „Herr, wo wohnst du?" Sie lautete ja: „Kommt und seht." Mit eben diesen Worten bitte ich all jene, die nicht an der Wiedereinweihungsfeier teilnehmen konnten: „Kommt und seht - selbst!“

M. Fleischer (stellvertr. PGR-Vorsitzende)