Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu und St. Judas Thaddäus Berlin-Tempelhof

Pfarrmagazin

Unser Pfarrmagazin erscheint monatlich.
Die Gesamtausgabe mit den Werbeanzeigen finden Sie vorläufig nur in der gedruckten Version, die kostenlos an den Schriftenständen unserer Kirchen ausliegt.

Interessiert an Mitarbeit? Nur zu! Mailen Sie der Pfarrei. Adresse siehe "Kontakt". Wir würden uns sehr freuen. Es muß nicht regelmäßig sein. Wenn Sie einen Beitrag für interessant halten und für Ihr Pfarrmagazin etwas aufbereiten, reicht das schon. Es muß auch nicht immer lustig sein, ganz wie im richtigen Leben.

Ausgabe Oktober 2021

(Auszüge)

GRUSSWORT - DIAKON THOMAS MARKGRAFF-KOSCH

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

am 11. September 2021 empfingen 13 Kinder die heilige Erstkommunion in St. Judas Thaddäus. Durch die Pandemie konnte das Vorbereitungsteam leider nicht so agieren, wie üblich. Oft hielt man zu den Kindern virtuell Kontakt, bis die Lockerungen eintraten und wieder Präsenzvorbereitung erlaubt war. Die Kinder wurden vorbereitet auf das Sakrament der Versöhnung und den Empfang des Leibes Christi.

Kinder sind die Zukunft der Kirche. Heute sind Kinder anders geprägt durch Schulbildung und sie haben ihre eigene Persönlichkeit. Damals, zur Zeit Jesu, war es anders. Kinder galten als unmündig und dumm, also un-wissend. Doch Jesus reagiert auf diese Einstellung und lässt die Kinder zu sich kommen. Er stutzt die Jünger zurecht und sagt ihnen: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, kommt ihr nicht in das Himmelreich.“

Natürlich heißt es nicht für uns zurück in die Buddelkastenmentalität, son-dern Kinder haben in sich die Freiheit, alles zu entdecken, was diese Welt in sich birgt. Und darauf sind sie neugierig. Auch im Glauben steht es ihnen zu, auf Entdeckertour zu gehen und mit dem dreifaltigen Gott in Berührung zu kommen. Ein Buchtitel bringt es auf den Punkt: „Kinder nicht um den Glauben betrügen“ von A. Biesinger. Zuerst sind natürlich die Eltern der Kinder gefragt, Glauben zu vermitteln. Wenn sie daraus ihr Leben gestalten, sind sie gute, segensreiche Vorbilder. Wenn Kinder merken, die Eltern haben sich gestritten, haben aber den Weg der Versöhnung einge-schlagen, oder sehen, dass der Glaube auch in einer Krise trägt und dar-aus neue Hoffnung entsteht, dann können Kinder lernen, was Glaube ausmacht.

Leider wird die Zahl jener Eltern immer geringer, die gute Glaubensvorbilder sind. Viele der Kinder haben heute kein religiöses Grundwissen mehr, weil die Eltern sich nicht mehr mit ihrem Glauben auseinandersetzen. Dieses Defizit kann nicht einfach durch die Erstkommunionvorbereitung aus-geglichen werden. Dazu fehlt die Zeit. Dennoch musste sich das Vorberei-tungsteam grundsätzlichen Fragen der Kinder stellen, die es galt zu be-antworten. Eine Frage von einem Kind als Beispiel: „Ist Jesus wirklich auf-erstanden?“ Diese Frage ist sehr zentral, denn damit hängt auch unsere Auferstehung zusammen.
Für meinen Teil konnte ich dem Kind sagen: Ja, ich glaube, Jesus Christus ist auferstanden, kann es aber nicht beweisen. Ich muss mich auf die Menschen verlassen, die alles darüber in den Evangelien aufgeschrieben haben. Sie haben ihn nach seiner Auferstehung gesehen und folglich auf-geschrieben, wem Jesus als Auferstandener begegnet ist. Auch seine Jünger wollten zuerst nicht glauben, dachten, ein Gespenst oder ein Geist begegnet ihnen. Jesus musste immer wieder beweisen durch Essen und Berührungen, dass ER wirklich lebt. Allerdings tut er es nicht mehr so wie wir jetzt, mit einem irdischen Leib, sondern er hat einen anderen schönen Leib, der sogar durch geschlossene Wände gehen kann. Das Kind gab sich zufrieden mit dieser Antwort.

Für den kommenden Kommunionvorbereitungskurs haben wir 10 Kinder in der Vorbereitung. Hier bekommen sie die Gelegenheit, in einer neuen Weise, mit dem Glauben in Berührung zu kommen. Wir als Vorbereitungs-team sind deshalb gefordert, Glaubenszeugen zu sein und die Fragen der Kinder zu beantworten, wo es die Eltern vielleicht nicht mehr können. Mei-ne Bitte: Begleiten Sie unsere Erstkommunionkinder auf ihrem Weg mit Ih-rem Gebet, aber nicht nur sie, sondern auch das Vorbereitungsteam.

Ihr
Thomas Markgraff-Kosch, Diakon

L i t f a s s s ä u l e

- Zu entdecken: Berlins katholische Sakralbauten
Verschiedene Kirchenführer zeigen interessante Sakralbauten im Berliner Raum. Regulär finden die Führungen am ersten Mittwoch des Monats um 18.00 Uhr statt. Die Führungen sind kostenfrei, um Spenden wird gebeten. Verantwortlich für das Programm ist Konstantin Manthey: Telefon (030) 2830950, manthey@katholische-akademie-berlin.de

6. Oktober: St. Michael, Berlin-Wannsee, Königstraße 43, 14109 Berlin



- Kirchenöffnung Herz Jesu:
Jeden Dienstag von 10.00 bis 11.00 Uhr
jeden Freitag von 17.00 bis 18.00 Uhr

- Kirchenöffnung St. Judas Thaddäus
Jeden Mittwoch von 18.00 bis 19.00 Uhr

- Laib und Seele Lebensmittelausgabe:
Immer Dienstag von 14.00 bis 15.00 Uhr in der evangelischen Rundkirche am Wolffring.
Achtung Ausgabezeiten ab August 2021:
Neukunden und Sonderregelung: 13.30 - 14.00 Uhr
Buchstabe A bis G: 14.00 - 14.30 Uhr
Buchstabe H bis N: 14.30 - 15.00 Uhr
Buchstabe O bis Z: 15.00 - 15.30 Uhr
Warten im Freien (vor der Kirche), nur Ausgabe von Lebensmitteln.
Die Regeln mit Hygienevorschriften sind zu beachten.
Spendenkonto für Laib und Seele:
Evang. Paulus Kirchengemeinde Tempelhof, Stichwort: Laib und Seele
Postbank Berlin, IBAN: DE44 1001 0010 0051 1401 10


- Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken
Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro. Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Gebetsmeinung Papst Franziskus´ Oktober 2021

Gebetsmeinung für die Ausbreitung des Gottesreiches - Um missionarische Jünger

Beten wir, dass alle Getauften für das Evangelium eintreten, bereit für die Sendung eines Lebens, das die Freude an der frohen Botschaft bezeugt.

Krankenkommunion

KRANKENKOMMUNION
KRANKENKOMMUNION Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken

Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro.
E-Mail und Telephon siehe "Kontakt"

Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Kinderkirche Familienkirche - entfällt z.Zt. coronabedingt

Kinderkirche  Familienkirche

Herzliche Einladung zum Familiengottesdienst

mit paralleler Kinderkirche

Jeden 1. Sonntag im Monat um 10.45 Uhr
in St. Judas Thaddäus
(Bäumerplan 1-5, 12101 Berlin)

Anschließend herzliche Einladung zum Frühschoppen:
Gemeinsam frühstücken, Kaffee trinken und Kuchen essen im Pfarrsaal.

Das Frühschoppenteam bereitet alles vor. Es nimmt gerne Anregungen entgegen und freut sich über jede Unterstützung - in welcher Form auch immer (Kontakt: Frau Schukowski, Tel. 0174-1620012).

Und: Generell werden fleißige Hände benötigt. Coole Veranstaltung, aber es muß auch einer machen...

Die nächsten Termine:
vorerst keine weiteren Termine aufgrund der Corona-Krise

Aus dem Leben der Gemeinde

Getauft und in unsere Gemeinde aufgenommen wurde:
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Das Sakrament der Ehe spendeten sich:
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Von Gott heimgerufen:
01.06.2021 - Bernhard Lohe

MINISTRANTENFAHRT AN DEN KÖRISER SEE - BERICHT

Liebe Gemeinde,

trotz der Pandemie konnte die Ministrantengruppe auch dieses Jahr wieder eine Ministrantenfahrt machen. In der letzten Woche der Sommerferien sind wir zur Jugendherberge Köriser See gefahren. Mit den Leitern waren wir neun Personen.
Unser Thema in diesem Jahr war das „Vater unser“, das wir immer vormit-tags behandelt haben. Am Ende der Woche hatten wir ein besseres Ver-ständnis für unser Gebet. Zusätzlich haben wir jeden Morgen und jeden Abend einen kleinen Impuls, bestehend aus einem zusammenpassenden Text, Gebet und Segen gehalten, den die Ministranten selbst vorbereiteten.

Wir sind Sonntagvormittag nach der Hl. Messe in St. Judas Thaddäus los-gefahren. Angekommen, sind wir ein kurzes Stück durch den Wald zur am See gelegenen Jugendherberge gelaufen und haben unsere Zimmer bezo-gen. Unseren Nachmittag haben wir mit Einrichten des Zimmers und Uno verbracht.
Am zweiten Tag haben wir nach der Theorieeinheit „Capture The Flag“ gespielt. Bei diesem Spiel wurde unsere Gruppe in zwei Teams aufgeteilt, die die Flagge des jeweils anderen Teams finden sollten. Aufgrund des warmen Wetters konnten wir das Spiel mit selbstgebastelten Wasserbomben ver-bessern. Unseren Tag haben wir mit dem Abendessen beendet.
Dienstagnachmittag haben wir eine Kanutour gemacht. Wir sind mit zwei Booten eine ca. 11 km lange Strecke über den Klein Köriser See und den Hölzernen See gefahren. Bei einem kleinen Zwischenstopp haben wir uns alle ein Eis gegönnt. Wir sind abends, geistlich und körperlich erschöpft, zu Bett gegangen.
Am Mittwoch haben wir unsere Theorieeinheit auf den Nachmittag geschoben und vormittags eine Radtour gemacht. Wir sind auf der ca. 25 km langen Strecke hauptsächlich durch den Wald gefahren. Trotz einer Panne sind wir pünktlich und gesund zum Mittagessen wieder in der Jugendherberge angekommen. Nachmittags haben wir zusätzlich zu einer kurzen Theorie zum Thema Vaterunser einen Wortgottesdienst vorbereitet. Die Ministranten haben die Fürbitten selbst geschrieben, die Lesungen gehalten und selbst Lieder herausgearbeitet. Ein Ministrant hat die Predigt selbst geschrieben und vorgetragen. Abends, nachdem die Dunkelheit eingetroffen ist, haben wir noch eine kleine Nachtwanderung mit Gruselgeschichten am See entlang gemacht.
Unseren letzten vollen Tag, Donnerstag, haben wir am Nachmittag mit einem Geländespiel verbracht. Dabei wurde unsere Gruppe in mehrere Teams aufgeteilt, die überall auf dem Gelände Orte finden mussten und kleine Aufgaben erledigten. Unseren Abschiedsabend haben wir mit langen Gesprächen beendet.
Freitagmittag sind wir dann, alle sehr müde, am Bahnhof Südkreuz angekommen und wurden von unseren Eltern abgeholt.

Es war eine schöne und abwechslungsreiche Ministrantenfahrt und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.


Die Ministrantinnen und Ministranten

Kolpingtermine (HEJ)

09.09., 14.00 Uhr: Seniorenmesse in Herz Jesu mit anschließend Kaffee und Kuchen im Pfarrsaal der Gemeinde

20.09., 19.00 Uhr: Spieleabend mit der Gemeinde Herz Jesu im Pfarrsaal

KLEINES ARCHIV

TAG DES OFFENEN DENKMALS 2021

Regelungen für die Feier von Gottesdiensten in Herz Jesu und St. Judas Thaddäus

Für die Feier von Gottesdiensten sind Maßnahmen zum Schutz vor Anste-ckung mit dem Coronavirus erforderlich. Den folgenden Regelungen liegt das Schutzkonzept für die Feier von Gottesdiensten im Erzbistum Berlin zugrunde.
+ Menschen mit Erkältungssymptomen, insbesondere trockenem Husten, Fieber oder Halsschmerzen, verzichten auf die Teilnahme am Gottes-dienst.
+ Wenn irgend möglich tragen Sie bitte einen textilen Schutz vor Mund und Nase (Maske), um die Ansteckungsgefahr zu verringern.
+ Beim Betreten der Kirche desinfizieren Sie bitte gründlich Ihre Hände.
+ Alle Teilnehmenden am Gottesdienst tragen sich in Anwesenheitslisten mit Namen, Anschrift und Telefonnummer ein. Die Daten werden vier Wochen in unserer Gemeinde aufbewahrt und können ausschließlich von der zuständigen Behörde abgerufen werden. Nach Ablauf der Aufbewah-rungsfrist wird die Anwesenheitsliste gelöscht bzw. vernichtet.
+ Der Abstand zwischen zwei Personen muss immer mindestens 1,50 Me-ter betragen. In unseren beiden Kirchen setzen Sie sich dazu bitte auf die mit einem „X“ markierten Plätze. Das „X“ sollte sich auf der Ablage vor Ihrem Platz befinden. Der Abstand von 1,50 Meter gilt auch beim Gang zur Kommunion, die nur als Handkommunion gereicht wird, beim Anzünden der Opferkerzen und beim Betreten und Verlassen der Kirche.
+ Es darf kein Körperkontakt stattfinden, daher keine Handreichung beim Friedensgruß. Die Kollekte wird mit dem Klingelbeutel (HEJ) bzw. mit auf-gestellten Körben am Ausgang (JTH) eingesammelt.
+ Die Höchstzahl der Teilnehmenden am Gottesdienst richtet sich nach der Größe der Kirche, sodass stets ein Abstand von 1,50 Metern gewährleistet ist. Eine Anmeldung oder Reservierung von Plätzen ist nicht möglich.
+ Es wird nicht gesungen (Vermeidung des erhöhten Ausstoßes von Tröpf-chen). Gesangbücher können nicht zur Verfügung gestellt werden.
+ Vor, während und nach dem Gottesdienst wird die Kirche gelüftet, um ei-nen Luftaustausch im Innenraum zu ermöglichen.
+ In den Kirchen stehen Helferinnen und Helfer zur Verfügung. Wir bitten dringend, deren Anweisungen zu folgen.
Diese Reglungen entsprechen dem Stand vom 19. Juni 2020. Sobald neue oder geänderte Regelungen und Maßnahmen für Berlin vereinbart werden, werden diese an unseren Kirchen ausgehangen und auf unserer Internetseite veröffentlicht. Das Schutzkonzept des Erzbistums Berlin zur Feier von Gottes-diensten ist in den Schaukästen unserer Kirchen und auf der der Internetseite des Erzbistums Berlin veröffentlicht.

Karwoche 2020 St. Judas Thaddäus

Rückblick auf die Karwoche 2020

Nach einer sehr ruhigen Fastenzeit, in der wir seit dem 3. Fastensonntag keine Gottesdienste in der gewohnten Form und Regelmäßigkeit feiern durf-ten, gingen wir mit vielen Gedanken und Überlegungen in die Vorbereitungen der Kar- und Ostertage.
Und so wurde beschlossen, dass unsere beiden Kirchen an jedem der Tage für mehrere Stunden geöffnet werden und im Rahmen der noch möglichen liturgischen Möglichkeiten und je nach Symbolik optisch und ggf. akkustisch ausgestaltet werden, so dass die „Geschichte“ beginnend vom Einzug in Jerusalem über das Gedenken ans Letzte Abendmahl, das Gebet am Ölberg über Verhaftung, Kreuzigung und Grabesruhe hin zur triumphalen Auferste-hung am Ostermorgen sicht- und begreifbar wird.
Im stillen Gebet hatten die Besucher der Kirchen Gelegenheit, sich individuell im stillen Gebet mit dem Leidensweg Jesu auseinanderzusetzen und sich so auf Jesu Auferstehung vorzubereiten und auch über das eigene Leben nachzudenken.
Die Dramatik, die die Kartage sowieso mit sich bringen, wurde aufgrund der ungewissen, unangenehmen und zudem vor allem ungewohnten Situation noch gesteigert. Eine Rückkehr zur Normalität schien in weiter Ferne. Vor allem die Leere im Altarraum am Karsamstag und die Hoffnung auf Besse-rung – symbolisiert durch eine einzelne brennende Kerze – blieben in Erin-nerung und ließen die Eindrücke noch schmerzhaft erscheinen.
Überwiegend gab es viel Dankbarkeit, dass die Türen der Kirchen geöffnet waren und diese einmalige Gelegenheit und Form zum Begehen der Kar-woche möglich war. Vielfach feierten die Besucher die Gottesdienste zuhau-se am Bildschirm per Livestream und brachten anschließend ihr persönli-ches Gebet in der geöffneten Kirche dar. So wurde die Kirche zu einem Ort der der Stille und der inneren Einkehr, fernab vom Alltagsstress draußen. Spaziergänger, die zufällig vorbei kamen, wagten einen Blick hinein und äußerten zudem auch die Freude darüber, dass die Kirchen, die sonst immer nur zu seien und von außen so beeindruckend aussähen, nun „endlich mal offen wären“.
Einen herzlichen Dank an alle, die sich Gedanken gemacht haben, ob, wann und wie die Tage gestaltet werden, sich an der Durchführung beteiligten und ihre Ideen eingebracht haben.

Nicolas Franz

60 Jahre St. Judas Thaddäus

PROGRAMM
Mi, 04.09.19
18:00 Uhr Kirchenführung des Erzbistums Berlin
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Do, 05.09.19
18:00 Uhr Gebetsstunde um geistliche Berufungen
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Fr, 06.09.19
17:00 Uhr Beichtgelegenheit
17:30 Uhr Rosenkranzgebet
18:00 Uhr Hl. Messe
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Sa, 07.09.19 – Tag des offenen Denkmals
15:30 Uhr Orgelführung und Orgelmusik
16:30 Uhr Kirchenführung
Offene Kirche: 15:00 – 18:00 Uhr

So, 08.09.19 – Tag des offenen Denkmals
10:45 Uhr Hl. Messe mit Ministrantenaufnahme
13:00 Uhr Hl. Messe der ghanaischen Gemeinde
in Englisch und Twi
15:30 Uhr Kirchenführung
16:30 Uhr Orgelführung und Orgelmusik
17:30 Uhr Kirchenführung
Offene Kirche: 09:30 – 19:00 Uhr

Mo, 09.09.19
18:00 Uhr Kurzandacht
(Angelus-Gebet und
Litanei zum Hl. Judas Thaddäus)
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Di, 10.09.19
18:00 Uhr Rosenkranzandacht
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Mi, 11.09.19
18:00 h: Bittandacht
zum Hl. Judas Thaddäus
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Do, 12.09.19 – Tag der Kirchweihe (12.09.1959)
18:00 Uhr Kirchweihvesper
mit der Choralschola
St. Judas Thaddäus
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Fr, 13.09.19
17:00 Uhr Beichtgelegenheit
17:30 Uhr Rosenkranzgebet
18:00 Uhr Hl. Messe
19:00 Uhr Spieleabend (im Pfarrsaal,
Zugang über Bäumerplan 7)
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Sa, 14.09.19
17:00 Uhr Vesper in der Christkönigskapelle
des St. Joseph Krankenhauses
(Zugang über Bäumerplan 24)
Offene Kirche: 15:00 – 16:30 Uhr

So, 15.09.19 – 60. Kirchweihfest
11:00 Uhr Festmesse
mit der ghanaischen Gemeinde
und parallelem Kindergottesdienst
(Begleitung: Orgel und Chor
der ghanaischen Gemeinde)

Wiedereröffnung von Herz Jesu April 2019

JUBELFEIER zur WIEDERERÖFFNUNG von HERZ JESU

O lass im Hause dein uns all geborgen sein.

Endlich öffneten sich am 23. Februar 2019 die Türen unserer neu gestalteten und renovierten Pfarrkirche wieder für alle.

Deo gratias!

Kaum eingetreten beeindruckte die unerwartete Helligkeit, stachen Schönheit und Glanz der vertrauten Flügelaltäre - z.T. an veränderter Stelle - ins Auge, fiel der Blick staunend auf 3 ganz neue Elemente aus Porphyr, einem nahezu sandfarbenen Lavagestein mit je eigenem „Feuer". Dies sind der Stein des Taufbeckens in der Marienkapelle, der Ambo, nun auf einer Altarstufe links postiert und der Altarstein selbst.

Von festlichen Orgelklängen begleitet zogen Weihbischof Matthias Heinrich, fünf Priester, Diakon und Ministrantinnen und Ministranten in stattlicher Zahl ein, und die voll besetzte Kir-che hallte vom Lobgesang wieder: „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land ..."

Herzlich begrüßte Pfarrer Schlosser Mitbrüder, Gäste und Festgemeinde. Der Weihbischof äußerte seine Freude, nun die Weihehandlungen vorzunehmen und mit uns Eucharistie zu feiern. Zuerst segnete er den Taufstein, Ort geschenkter Gotteskindschaft, dann den Ambo, von dem künftig das Wort Gottes verkündet wird. Die Weihe des Altarsteins begann mit der Einmauerung eines Kästchens mit Reliquien, wozu alle Kinder nach vorn eingeladen wurden. Manch Erwachsener erlebte diese seltene und feierliche Zeremonie auch zum 1. Male. Unter Gebeten begoss, ja salbte Mattias Heinrich dann den Altartisch mit Chrisam, einem geweih-ten Öl, stellte an alle Ecken Kerzen und entzündete sie mit dem Licht der Osterkerze. Auf-steigende Rauchschwaden ließen an alttestamentliches Opfern denken, das mit Jesu Opfer-tod für immer überholt war und bleibt. Schließlich bereiteten Ministranten den ‚Tisch des Bro-tes‘ mit weißen Tüchern, Leuchtern, Kreuz und Messbuch für die weitere Eucharistiefeier vor.

Zum Sanctus und Agnus Dei erklangen ausgesucht schöne Solostücke aus der deutschen Messe von Lothar Graap, gesungen von Tenor Karol Bettley, zum Auszug ein barocker Marsch von J. Clarke, dargeboten von Hornist J. Schulte, beide professionell begleitet von unserem Organisten W. Wrede. Man hörte förmlich seine Freude, der frisch gestimmten Or-gel festliche Klänge zu entlocken. Nach der Kommunion wurde der Tabernakel, nun an un-gewohntem Ort, neben der Sakristeitür, gesegnet, ehe er das Allerheiligste aufnahm. Das Ewige Licht darüber konnte neu entzündet werden.

Nach dem Segen wurden die Kinder, die prima durchgehalten haben, ins Gemeindezentrum vorausgeschickt. Unser KV-Mitglied Herr Wagenaar trat - eine Riesenglühbirne in der Hand - an den Ambo und leitete seine Dankrede wie folgt ein: „Mit dieser 1000-Watt-Glühbirne fing alles an…"

Monatelang rauchten kluge Köpfe, um zu entscheiden, welche Reparaturen außer der Licht-anlage unumgänglich, welche wichtig und bezahlbar wären, findige Fachleute ersonnen cle-vere technische Lösungen und fleißige Handwerker verschiedenster Gewerke setzten das Nötige um. Allein die Aufzählung aller Mit- und Zuarbeiter machte schwindelig, keiner sollte vergessen werden. Herr Wagenaar dankte jedem Einzelnen aufrichtig für dessen Beitrag, der zum Gelingen des Gesamtwerkes beigetragen hat. Wir, die Gemeinde, stimmten dem dankbaren Herzens mit Applaus zu. Stellvertretend für alle Akteure überreichte er später Herrn Marcus Nitschke vom Büro D:4 den 1000-Watt ‚corpus delicti‘!

Nun hatten auch Gäste und Gemeindemitglieder eine Atempause nötig und leibliche Stär-kung im Gemeindehaus verdient, welche auch unser Weihbischof gern annahm. Gegen 14.00 Uhr bestand das Angebot, sich von den Architekten Lutzenberger + Lutzenberger selbst durch die Kirche Herz Jesu führen zu lassen. Sie ließen uns teilhaben an ihren ers-ten Ideen und konzeptionellen Überlegungen, an kleinen und großen Überraschungen, wel-che erst während des Umbaus auftraten und weckten auf diese Weise noch tiefere Wert-schätzung für die zahlreichen Kostbarkeiten in unserer Kirche.

Wer mochte, konnte sich bei Kaffee und Kuchen unterhalten oder bei den Kindern vorbei-schauen, bis gegen 16.00 Uhr zur abschließenden Vesper geläutet wurde. In seiner An-sprache zitierte Diakon Markgraff-Kosch die Antwort Jesu auf die Frage der Jünger: „Herr, wo wohnst du?" Sie lautete ja: „Kommt und seht." Mit eben diesen Worten bitte ich all jene, die nicht an der Wiedereinweihungsfeier teilnehmen konnten: „Kommt und seht - selbst!“

M. Fleischer (stellvertr. PGR-Vorsitzende)