Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu und St. Judas Thaddäus Berlin-Tempelhof

Pfarrmagazin

Unser Pfarrmagazin erscheint monatlich.
Die Gesamtausgabe mit den Werbeanzeigen finden Sie vorläufig nur in der gedruckten Version, die kostenlos an den Schriftenständen unserer Kirchen ausliegt.

Interessiert an Mitarbeit? Nur zu! Mailen Sie der Pfarrei. Adresse siehe "Kontakt". Wir würden uns sehr freuen. Es muß nicht regelmäßig sein. Wenn Sie einen Beitrag für interessant halten und für Ihr Pfarrmagazin etwas aufbereiten, reicht das schon. Es muß auch nicht immer lustig sein, ganz wie im richtigen Leben.

Ausgabe Januar 2021

(Auszüge)

Ehrenamtlichen-Abend 2021:

Liebe ehrenamtlich Engagierte in der Pfarrei,

traditionell gab es am 6. Januar eine Hl. Messe mit anschließendem Emp-fang als Zeichen des Dankes für den Einsatz vieler Schwestern und Brüder in den unterschiedlichsten Feldern und Tätigkeiten in der Pfarrei rund um die Liturgie (Lektorat, Gottesdienstbeauftragung, Musik, Sakristei, Ordner-dienste), was die Gestaltung und Reinigung in und um die Kirche betrifft (Blumen, Garten- und Hofpflege, Reinigung in Kirche und Gemeindehaus), die Dienste für die Gemeinde und für den Raum (Katechese, Pfarrgemein-derat, Kirchenvorstand, Pastoralausschuss).

Wegen des strengen Lockdowns aufgrund der schwierigen Situation der Pandemie kann er dieses Jahr nicht an diesem Datum stattfinden.

Auf diesem Wege, wie schon Diakon Markgraff-Kosch in seinem Leitwort geschrieben hat, sei allen von Herzen gedankt. Diesem Dank möchten wir dennoch einen festlichen Rahmen geben. In der Hoffnung, dass die Situa-tion sich entspannt und wir (hoffentlich bald) wieder auch zu einem Festes-sen (und -trinken) zusammenkommen können, planen wir im Sommer den Empfang nachzuholen.

Allen ein gesegnetes und gesundes Neues Jahr 2021!

Ihr

Pfr. Arduino Marra

GRUSSWORT DIAKON MARKGRAFF-KOSCH

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

wie haben Sie Weihnachten verbracht unter den harten Bedingungen, sich begrenzt zu treffen, nur im ganz kleinen Kreis zu feiern? Jeder von uns wird es anders erlebt haben, aber nicht so, wie früher vor der Krise gefeiert wurde. Viele Mitbürger mussten in Trauer Weihnachten erleben, da sie durch die Pandemie oder durch andere Krankheiten einen geliebten Menschen verloren haben. Da stellt sich von selbst die Frage: Warum lässt dieser Gott so etwas zu, der doch barmherzig und gnädig sein soll? Diese Frage begleitete mich selber im Jahr 2020 und löste bei mir eine schwere Glaubenskrise aus: Zweifel an diesen Gott, Jähzorn und selbst die Verneinung der Existenz Gottes. Aber wer kann uns die Frage beantworten? Die anderen Philosophien kreisen mehr um das irdische Leben - alles ist machbar, Kaufrausch befriedigt. Man kann der Wissenschaft vertrauen, sie wird alle Probleme lösen. Nein, alle Probleme werden eben nicht gelöst. Nicht durch Kaufrausch, nicht durch irdisches Glück oder durch die Wissenschaften. Es gibt Fragen, die nur der Glaube beantworten kann. Nur der Glaube kann Hoffnung schenken, weil ansonsten über das Irdische hinaus Hoffnungslosigkeit Gewinner über den Menschen bleibt und jedes Opfer der Pandemie eins zu viel wäre.

Doch wir als Christen sollten uns nicht damit schmücken, auf die Leidfrage eine klare Antwort zu besitzen. Glaube heißt nicht wissen, aber Glaube ist Vertrauen in ein DU, der für mich, für Sie sorgt, mich behütet, Sie behütet, trägt in Freude und Trauer, Leid und Glück.

Dieses Vertrauen will Jesus in uns wecken und Grund dafür legen: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich“ (Joh 14,1). Dazu ist ER in die Welt gekommen und aus der Ewigkeit vom Vater Mensch geworden. An IHM hat sich erfüllt, was wir als tröstliche Hoffnung erwarten.

Was wird uns das Jahr 2021 bringen? Ich persönlich weiß es nicht und Sie wissen es auch nicht. Ist Licht am Ende des Tunnels von Corona zu sehen, weil jetzt die Impfstoffe da sind? Darauf können wir hoffen, wenn die Impfungen wirklich vor Ansteckungen schützen. Bis dahin aber bleibt die AHA - Regelung ein wirksames Mittel. Alles andere können wir nur in Gottes Hände legen, auch das Jahr 2021. Bleiben Sie alle behütet!

Schon im Buch Numeri aus dem Alten Testament spricht der Bruder des Moses, Aaron, den Segen über den Menschen aus, der Gott vertraut: „Der Herr segne und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil“ (Num 6, 24-26) Dieser Segen möge uns begleiten durch 365 Tage und hoffen lassen: Gott ist bei uns in den Höhen und Tiefen des Lebens.

Zum Schluss noch ein großes Dankeschön vom Seelsorgeteam Herz Jesu für alle, die mitgeholfen haben im Jahr 2020 in beiden Kirchen und damit selber zum Segen geworden zu sein durch die Mithilfe am Aufbau des Leibes Christi in den verschiedenen Diensten und Hilfeleistungen. Stellen wir auch den pastoralen Raum, der hoffentlich im Jahr 2022 mit dem 01.01. startet, unter seinen Schutz, damit die vier Gemeinden zu einer Pfarrei zusammenwachsen, um für die Menschen da zu sein in Freude und Leid und ihnen eine Hoffnung mitgeben können, die uns selber trägt.

Ihr
Thomas Markgraff-Kosch, Diakon

L i t f a s s s ä u l e

- Zu entdecken: Berlins katholische Sakralbauten
Erneut zeigen verschiedene Kirchenführer interessante Sakralbauten im Berliner Raum. Regulär finden die Führungen am ersten Mittwoch des Monats um 18.00 Uhr statt (Änderungen sind angegeben). Die Führungen sind kostenfrei, um Spenden wird gebeten. Verantwortlich für das Programm ist Konstantin Manthey: Telefon (030) 2830950, manthey@katholische-akademie-berlin.de

Januar 2021: z.Zt. keine Führungen



- Kirchenöffnung Herz Jesu:
Jeden Freitag von 17.00 bis 18.00 Uhr
jeden Dienstag von 10.00 bis 11.00 Uhr

- Kirchenöffnung St. Judas Thaddäus
Jeden Mittwoch von 18.00 bis 19.00 Uhr

- Laib und Seele Lebensmittelausgabe:
Immer Dienstag von 14.00 bis 15.00 Uhr in der evangelischen Rundkirche am Wolffring.
Achtung Ausgabezeiten ab Januar 2021:
Neukunden und Sonderregelung: 13.30 - 14.00 Uhr
Buchstabe O bis Z: 14.00 - 14.30 Uhr
Buchstabe A bis G: 14.30 - 15.00 Uhr
Buchstabe H bis N: 15.00 - 15.30 Uhr
Warten im Freien (vor der Kirche), nur Ausgabe von Lebensmitteln.
Die Regeln mit Hygienevorschriften sind zu beachten.
Spendenkonto für Laib und Seele:
Evang. Paulus Kirchengemeinde Tempelhof, Stichwort: Laib und Seele
Postbank Berlin, IBAN: DE44 1001 0010 0051 1401 10


- Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken
Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro. Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Kinderseite - Rätsel

Liebe Rätselfreunde, liebe Kinder!
Auflösung aus Dezember: 1) In welcher Stadt waren Maria, Josef und Jesus zu Hause? = Nazareth; 2) Welcher König ist in Bethlehem geboren? = David; 3) Woher kamen die Sternendeuter, die das Jesuskind suchten? = Morgenland; 4) Wie heißen die nichtmenschlichen Boten Gottes? = Engel; 5) Harte Schale, süßer Kern, wer mich knackt, der isst mich gern? = Die Nuss

Auflösung im Januar 2021

1)In welcher Stadt lebte Jesus als Kind?
A: Jerusalem?
B: Rom?
C: Nazareth?

2)Welchem Beruf ist Jesus angeblich nachgegangen?
A: Koch?
B: Zimmermann?
C: Maler?

3)Was schuf Gott am ersten Tage?
A: Tag und Nacht?
B: Land und Meer?
C: Sonne und Mond?

4)Wie heißt die Mauer, an der die Juden trauern und ihre Bitten vor Gott bringen?
A: Limes?
B: Klagemauer?
C: Große Mauer?

5)Wie heißt der Neben- und Vorbereitungsraum der Kirche?
A: Sakrament?
B: Sakristei?
C: Sanktuarium?

Gebetsmeinung Papst Franziskus´ Januar 2021

Evangelisierung - Geschwisterlichkeit unter den Menschen:
Damit der Herr uns die Gnade schenken möge, in vollständiger Geschwisterlichkeit mit den Brüdern und Schwestern anderer Religionen zu leben und jeweils füreinander zu beten, offen für alle.

Krankenkommunion

KRANKENKOMMUNION
KRANKENKOMMUNION Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken

Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro.
E-Mail und Telephon siehe "Kontakt"

Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Kinderkirche Familienkirche

Kinderkirche  Familienkirche

Herzliche Einladung zum Familiengottesdienst

mit paralleler Kinderkirche

Jeden 1. Sonntag im Monat um 10.45 Uhr
in St. Judas Thaddäus
(Bäumerplan 1-5, 12101 Berlin)

Anschließend herzliche Einladung zum Frühschoppen:
Gemeinsam frühstücken, Kaffee trinken und Kuchen essen im Pfarrsaal.

Das Frühschoppenteam bereitet alles vor. Es nimmt gerne Anregungen entgegen und freut sich über jede Unterstützung - in welcher Form auch immer (Kontakt: Frau Schukowski, Tel. 0174-1620012).

Und: Generell werden fleißige Hände benötigt. Coole Veranstaltung, aber es muß auch einer machen...

Die nächsten Termine:
vorerst keine weiteren Termine aufgrund der Corona-Krise

TREFFEN DER MINISTRANTEN- UND JUGENDGRUPPE

Liebe Kinder und Jugendliche, liebe Gemeinde,

aufgrund der weiterhin hohen Zahlen an Corona-Infizierten und den damit verbundenen staatlichen Vorgaben müssen leider weiterhin alle Treffen der Ministranten, der Ministrantenausbildung und der Jugendgruppe sowie die Jugendmessen vorerst bis mindestens Anfang Februar 2021 abgesagt werden.
Wir bedauern diese Entscheidung sehr. Jedoch ist dies die einzige Mög-lichkeit, verantwortungsvoll mit der derzeitigen Situation umzugehen. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung und Aufgabe, diese Pandemie einzudämmen und die Zahl der Corona-Infizierten und Toten weiter abzu-senken. Auch wir rufen dazu auf, soziale Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren und damit die weitere Verbreitung des Corona-Virus abzu-schwächen.

Sobald wieder Treffen möglich sein werden, werden wir euch umgehend benachrichtigen. Die Termine der Gruppen können dann auch den Vermel-dungen und den Schaukästen entnommen werden.

Durch die Entwicklung des Corona-Impfstoffs besteht für das Jahr 2021 die Hoffnung, wieder mehr Normalität als im vorherigen Jahr zu erleben. Daher wird auf pastoraler Ebene auch mit den Vorbereitungen des B96-Zeltlagers über Christi Himmelfahrt begonnen – sowohl mit Präsenz auf der gemein-samen Fahrt als auch bei Bedarf in einer lokalen oder digitalen Variante. Ebenso ist in unserer Gemeinde die Ministrantenfahrt in der letzten Woche der Sommerferien vom 01.-06. August 2021 in Planung.

Wir wünschen euch, euren Familien und unserer gesamten Gemeinde be-sonders in dieser schwierigen Zeit ein gesundes und fröhliches neues Jahr 2021 – in der Hoffnung, dass wir uns als Gemeinschaft bald wiedersehen können.

Die Ministrantinnen und Ministranten

Adventszeit der Ministranten während des Lockdowns

Liebe Gemeinde,

um unsere Ministranten und Jugendlichen während der Adventszeit im Lockdown ohne Gruppenstunden erreichen und sie auf Weihnachten vorbereiten zu können, wurde auf pastoraler Ebene ein digitaler Adventskalender ins Leben gerufen. Die Idee und Umsetzung kam von den Ministranten aus St. Theresia vom Kinde Jesu. An jedem der vier Adventssonntage sowie am Heiligen Abend wurden kurze Videos verschickt, die den Kindern und Jugendlichen Impulse und Gedankenanstöße für die jeweils folgende Woche mitgeben sollten. Eine Besonderheit war der 4. Advent: In allen Gemeinden wurden Kleidung, Spielzeug, haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel für obdachlose Erwachsene und Kinder in Berlin als verpackte Geschenke eingesammelt. Diese wurden als Weihnachtsgeschenke an verschiedene soziale Einrichtungen verteilt. Weitere Informationen zu dieser Aktion folgen im nächsten Pfarrbrief, eine kleine Impression der großen Spendenmenge allein unserer Ministranten sehen Sie auf dem Foto. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Ministranten aus St. Theresia vom Kinde Jesu sowie dem Jugendpastoralreferenten Benedikt Zimmermann für die Vorbereitung und Umsetzung dieser tollen Aktion!

Da für die Ministranten in unserer Gemeinde die traditionelle Adventsfeier ausfiel und als Sommerfest auf einen späteren Zeitpunkt verlegt wurde, gab es in diesem Jahr für jeden Mini ein kleines Geschenk, das in der Sakristei zur Abholung hinterlegt war. Zudem hat das Erzbistum Berlin einen Weihnachtsbrief mit kleinen Überraschungen an alle verschickt.

So konnten sich auch in diesem Jahr die Ministranten auf Weihnachten vorbereiten und das Fest der Geburt Christi feiern.

Die Ministrantinnen und Ministranten

Kolpingtermine (HEJ)

Z. Zt. finden keine Veranstaltungen statt.

KLEINES ARCHIV

Regelungen für die Feier von Gottesdiensten in Herz Jesu und St. Judas Thaddäus

Für die Feier von Gottesdiensten sind Maßnahmen zum Schutz vor Anste-ckung mit dem Coronavirus erforderlich. Den folgenden Regelungen liegt das Schutzkonzept für die Feier von Gottesdiensten im Erzbistum Berlin zugrunde.
+ Menschen mit Erkältungssymptomen, insbesondere trockenem Husten, Fieber oder Halsschmerzen, verzichten auf die Teilnahme am Gottes-dienst.
+ Wenn irgend möglich tragen Sie bitte einen textilen Schutz vor Mund und Nase (Maske), um die Ansteckungsgefahr zu verringern.
+ Beim Betreten der Kirche desinfizieren Sie bitte gründlich Ihre Hände.
+ Alle Teilnehmenden am Gottesdienst tragen sich in Anwesenheitslisten mit Namen, Anschrift und Telefonnummer ein. Die Daten werden vier Wochen in unserer Gemeinde aufbewahrt und können ausschließlich von der zuständigen Behörde abgerufen werden. Nach Ablauf der Aufbewah-rungsfrist wird die Anwesenheitsliste gelöscht bzw. vernichtet.
+ Der Abstand zwischen zwei Personen muss immer mindestens 1,50 Me-ter betragen. In unseren beiden Kirchen setzen Sie sich dazu bitte auf die mit einem „X“ markierten Plätze. Das „X“ sollte sich auf der Ablage vor Ihrem Platz befinden. Der Abstand von 1,50 Meter gilt auch beim Gang zur Kommunion, die nur als Handkommunion gereicht wird, beim Anzünden der Opferkerzen und beim Betreten und Verlassen der Kirche.
+ Es darf kein Körperkontakt stattfinden, daher keine Handreichung beim Friedensgruß. Die Kollekte wird mit dem Klingelbeutel (HEJ) bzw. mit auf-gestellten Körben am Ausgang (JTH) eingesammelt.
+ Die Höchstzahl der Teilnehmenden am Gottesdienst richtet sich nach der Größe der Kirche, sodass stets ein Abstand von 1,50 Metern gewährleistet ist. Eine Anmeldung oder Reservierung von Plätzen ist nicht möglich.
+ Es wird nicht gesungen (Vermeidung des erhöhten Ausstoßes von Tröpf-chen). Gesangbücher können nicht zur Verfügung gestellt werden.
+ Vor, während und nach dem Gottesdienst wird die Kirche gelüftet, um ei-nen Luftaustausch im Innenraum zu ermöglichen.
+ In den Kirchen stehen Helferinnen und Helfer zur Verfügung. Wir bitten dringend, deren Anweisungen zu folgen.
Diese Reglungen entsprechen dem Stand vom 19. Juni 2020. Sobald neue oder geänderte Regelungen und Maßnahmen für Berlin vereinbart werden, werden diese an unseren Kirchen ausgehangen und auf unserer Internetseite veröffentlicht. Das Schutzkonzept des Erzbistums Berlin zur Feier von Gottes-diensten ist in den Schaukästen unserer Kirchen und auf der der Internetseite des Erzbistums Berlin veröffentlicht.

Karwoche 2020 St. Judas Thaddäus

Rückblick auf die Karwoche 2020

Nach einer sehr ruhigen Fastenzeit, in der wir seit dem 3. Fastensonntag keine Gottesdienste in der gewohnten Form und Regelmäßigkeit feiern durf-ten, gingen wir mit vielen Gedanken und Überlegungen in die Vorbereitungen der Kar- und Ostertage.
Und so wurde beschlossen, dass unsere beiden Kirchen an jedem der Tage für mehrere Stunden geöffnet werden und im Rahmen der noch möglichen liturgischen Möglichkeiten und je nach Symbolik optisch und ggf. akkustisch ausgestaltet werden, so dass die „Geschichte“ beginnend vom Einzug in Jerusalem über das Gedenken ans Letzte Abendmahl, das Gebet am Ölberg über Verhaftung, Kreuzigung und Grabesruhe hin zur triumphalen Auferste-hung am Ostermorgen sicht- und begreifbar wird.
Im stillen Gebet hatten die Besucher der Kirchen Gelegenheit, sich individuell im stillen Gebet mit dem Leidensweg Jesu auseinanderzusetzen und sich so auf Jesu Auferstehung vorzubereiten und auch über das eigene Leben nachzudenken.
Die Dramatik, die die Kartage sowieso mit sich bringen, wurde aufgrund der ungewissen, unangenehmen und zudem vor allem ungewohnten Situation noch gesteigert. Eine Rückkehr zur Normalität schien in weiter Ferne. Vor allem die Leere im Altarraum am Karsamstag und die Hoffnung auf Besse-rung – symbolisiert durch eine einzelne brennende Kerze – blieben in Erin-nerung und ließen die Eindrücke noch schmerzhaft erscheinen.
Überwiegend gab es viel Dankbarkeit, dass die Türen der Kirchen geöffnet waren und diese einmalige Gelegenheit und Form zum Begehen der Kar-woche möglich war. Vielfach feierten die Besucher die Gottesdienste zuhau-se am Bildschirm per Livestream und brachten anschließend ihr persönli-ches Gebet in der geöffneten Kirche dar. So wurde die Kirche zu einem Ort der der Stille und der inneren Einkehr, fernab vom Alltagsstress draußen. Spaziergänger, die zufällig vorbei kamen, wagten einen Blick hinein und äußerten zudem auch die Freude darüber, dass die Kirchen, die sonst immer nur zu seien und von außen so beeindruckend aussähen, nun „endlich mal offen wären“.
Einen herzlichen Dank an alle, die sich Gedanken gemacht haben, ob, wann und wie die Tage gestaltet werden, sich an der Durchführung beteiligten und ihre Ideen eingebracht haben.

Nicolas Franz

60 Jahre St. Judas Thaddäus

PROGRAMM
Mi, 04.09.19
18:00 Uhr Kirchenführung des Erzbistums Berlin
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Do, 05.09.19
18:00 Uhr Gebetsstunde um geistliche Berufungen
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Fr, 06.09.19
17:00 Uhr Beichtgelegenheit
17:30 Uhr Rosenkranzgebet
18:00 Uhr Hl. Messe
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Sa, 07.09.19 – Tag des offenen Denkmals
15:30 Uhr Orgelführung und Orgelmusik
16:30 Uhr Kirchenführung
Offene Kirche: 15:00 – 18:00 Uhr

So, 08.09.19 – Tag des offenen Denkmals
10:45 Uhr Hl. Messe mit Ministrantenaufnahme
13:00 Uhr Hl. Messe der ghanaischen Gemeinde
in Englisch und Twi
15:30 Uhr Kirchenführung
16:30 Uhr Orgelführung und Orgelmusik
17:30 Uhr Kirchenführung
Offene Kirche: 09:30 – 19:00 Uhr

Mo, 09.09.19
18:00 Uhr Kurzandacht
(Angelus-Gebet und
Litanei zum Hl. Judas Thaddäus)
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Di, 10.09.19
18:00 Uhr Rosenkranzandacht
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Mi, 11.09.19
18:00 h: Bittandacht
zum Hl. Judas Thaddäus
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Do, 12.09.19 – Tag der Kirchweihe (12.09.1959)
18:00 Uhr Kirchweihvesper
mit der Choralschola
St. Judas Thaddäus
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Fr, 13.09.19
17:00 Uhr Beichtgelegenheit
17:30 Uhr Rosenkranzgebet
18:00 Uhr Hl. Messe
19:00 Uhr Spieleabend (im Pfarrsaal,
Zugang über Bäumerplan 7)
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Sa, 14.09.19
17:00 Uhr Vesper in der Christkönigskapelle
des St. Joseph Krankenhauses
(Zugang über Bäumerplan 24)
Offene Kirche: 15:00 – 16:30 Uhr

So, 15.09.19 – 60. Kirchweihfest
11:00 Uhr Festmesse
mit der ghanaischen Gemeinde
und parallelem Kindergottesdienst
(Begleitung: Orgel und Chor
der ghanaischen Gemeinde)

Wiedereröffnung von Herz Jesu April 2019

JUBELFEIER zur WIEDERERÖFFNUNG von HERZ JESU

O lass im Hause dein uns all geborgen sein.

Endlich öffneten sich am 23. Februar 2019 die Türen unserer neu gestalteten und renovierten Pfarrkirche wieder für alle.

Deo gratias!

Kaum eingetreten beeindruckte die unerwartete Helligkeit, stachen Schönheit und Glanz der vertrauten Flügelaltäre - z.T. an veränderter Stelle - ins Auge, fiel der Blick staunend auf 3 ganz neue Elemente aus Porphyr, einem nahezu sandfarbenen Lavagestein mit je eigenem „Feuer". Dies sind der Stein des Taufbeckens in der Marienkapelle, der Ambo, nun auf einer Altarstufe links postiert und der Altarstein selbst.

Von festlichen Orgelklängen begleitet zogen Weihbischof Matthias Heinrich, fünf Priester, Diakon und Ministrantinnen und Ministranten in stattlicher Zahl ein, und die voll besetzte Kir-che hallte vom Lobgesang wieder: „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land ..."

Herzlich begrüßte Pfarrer Schlosser Mitbrüder, Gäste und Festgemeinde. Der Weihbischof äußerte seine Freude, nun die Weihehandlungen vorzunehmen und mit uns Eucharistie zu feiern. Zuerst segnete er den Taufstein, Ort geschenkter Gotteskindschaft, dann den Ambo, von dem künftig das Wort Gottes verkündet wird. Die Weihe des Altarsteins begann mit der Einmauerung eines Kästchens mit Reliquien, wozu alle Kinder nach vorn eingeladen wurden. Manch Erwachsener erlebte diese seltene und feierliche Zeremonie auch zum 1. Male. Unter Gebeten begoss, ja salbte Mattias Heinrich dann den Altartisch mit Chrisam, einem geweih-ten Öl, stellte an alle Ecken Kerzen und entzündete sie mit dem Licht der Osterkerze. Auf-steigende Rauchschwaden ließen an alttestamentliches Opfern denken, das mit Jesu Opfer-tod für immer überholt war und bleibt. Schließlich bereiteten Ministranten den ‚Tisch des Bro-tes‘ mit weißen Tüchern, Leuchtern, Kreuz und Messbuch für die weitere Eucharistiefeier vor.

Zum Sanctus und Agnus Dei erklangen ausgesucht schöne Solostücke aus der deutschen Messe von Lothar Graap, gesungen von Tenor Karol Bettley, zum Auszug ein barocker Marsch von J. Clarke, dargeboten von Hornist J. Schulte, beide professionell begleitet von unserem Organisten W. Wrede. Man hörte förmlich seine Freude, der frisch gestimmten Or-gel festliche Klänge zu entlocken. Nach der Kommunion wurde der Tabernakel, nun an un-gewohntem Ort, neben der Sakristeitür, gesegnet, ehe er das Allerheiligste aufnahm. Das Ewige Licht darüber konnte neu entzündet werden.

Nach dem Segen wurden die Kinder, die prima durchgehalten haben, ins Gemeindezentrum vorausgeschickt. Unser KV-Mitglied Herr Wagenaar trat - eine Riesenglühbirne in der Hand - an den Ambo und leitete seine Dankrede wie folgt ein: „Mit dieser 1000-Watt-Glühbirne fing alles an…"

Monatelang rauchten kluge Köpfe, um zu entscheiden, welche Reparaturen außer der Licht-anlage unumgänglich, welche wichtig und bezahlbar wären, findige Fachleute ersonnen cle-vere technische Lösungen und fleißige Handwerker verschiedenster Gewerke setzten das Nötige um. Allein die Aufzählung aller Mit- und Zuarbeiter machte schwindelig, keiner sollte vergessen werden. Herr Wagenaar dankte jedem Einzelnen aufrichtig für dessen Beitrag, der zum Gelingen des Gesamtwerkes beigetragen hat. Wir, die Gemeinde, stimmten dem dankbaren Herzens mit Applaus zu. Stellvertretend für alle Akteure überreichte er später Herrn Marcus Nitschke vom Büro D:4 den 1000-Watt ‚corpus delicti‘!

Nun hatten auch Gäste und Gemeindemitglieder eine Atempause nötig und leibliche Stär-kung im Gemeindehaus verdient, welche auch unser Weihbischof gern annahm. Gegen 14.00 Uhr bestand das Angebot, sich von den Architekten Lutzenberger + Lutzenberger selbst durch die Kirche Herz Jesu führen zu lassen. Sie ließen uns teilhaben an ihren ers-ten Ideen und konzeptionellen Überlegungen, an kleinen und großen Überraschungen, wel-che erst während des Umbaus auftraten und weckten auf diese Weise noch tiefere Wert-schätzung für die zahlreichen Kostbarkeiten in unserer Kirche.

Wer mochte, konnte sich bei Kaffee und Kuchen unterhalten oder bei den Kindern vorbei-schauen, bis gegen 16.00 Uhr zur abschließenden Vesper geläutet wurde. In seiner An-sprache zitierte Diakon Markgraff-Kosch die Antwort Jesu auf die Frage der Jünger: „Herr, wo wohnst du?" Sie lautete ja: „Kommt und seht." Mit eben diesen Worten bitte ich all jene, die nicht an der Wiedereinweihungsfeier teilnehmen konnten: „Kommt und seht - selbst!“

M. Fleischer (stellvertr. PGR-Vorsitzende)