Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu und St. Judas Thaddäus Berlin-Tempelhof

Pfarrmagazin

Unser Pfarrmagazin erscheint monatlich.
Die Gesamtausgabe mit den Werbeanzeigen finden Sie vorläufig nur in der gedruckten Version, die kostenlos an den Schriftenständen unserer Kirchen ausliegt.

Interessiert an Mitarbeit? Nur zu! Mailen Sie der Pfarrei. Adresse siehe "Kontakt". Wir würden uns sehr freuen. Es muß nicht regelmäßig sein. Wenn Sie einen Beitrag für interessant halten und für Ihr Pfarrmagazin etwas aufbereiten, reicht das schon. Es muß auch nicht immer lustig sein, ganz wie im richtigen Leben.

Ausgabe Oktober 2020

VORWORT VON DIAKON THOMAS MARKGRAFF-KOSCH

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Neues kommt auf unsere Pfarrei Herz Jesu zu. Wie Sie aus dem Pfarrblatt September 2020 entnehmen konnten, muss Pfarrer Schlosser in einen neuen pastoralen Raum wechseln. Vorher nimmt er eine Auszeit, quasi eine Sabbatzeit von vier Monaten. Deshalb ist Pfarrer Schlosser sicherlich noch oft auf dem Gelände von Herz Jesu anzutreffen, aber nicht mehr im Amt als Pfarrer für Herz Jesu. Die schriftlichen Einwände gegen seine Versetzung seitens unseres PGRs und des KVs mit Würdigung der seelsorglichen Aufgaben und Führung der Pfarrei durch Pfarrer Schlosser sind durch den Erzbischof anders bewertet worden. In einem Antwortschreiben tat er kund, teilweise eine andere Einschätzung zu haben. Als Pfarrei Herz Jesu können wir für den geleisteten Dienst als unseren Priester und Pfarrer - 16 Jahre lang - nur Danke sagen und hoffen, nicht noch einmal so etwas zu durchleben, dass Vertrauen in Misstrauen umgewandelt wird, Ängste erzeugt werden und ein Versprechen nichts taugt, dass in der Entwicklungsphase unseres pastoralen Raumes kein pastorales Personal versetzt wird.

Nun ist ein neuer Pfarrer für uns zuständig: Pfarrer Arduino Marra, dessen Vorstellung Sie hier in der Oktoberausgabe finden. Das Problem ist: Pfarrer Arduino Marra ist nicht nur Pfarrer für Herz Jesu mit dem Standort St. Judas Thaddäus, nein, er ist auch zuständig für Salvator in Lichtenrade. Und hier taucht das Dilemma auf. Salvator und wir haben zwar versetzt Gottesdienste, die sich aber zeitlich überschneiden, und Pfarrer Arduino Marra beherrscht nicht die Bilokation. Er hat auch keinen Beamer, wie wir ihn aus den Spielfilmen „Raumschiff Enterprise“ kennen, mit dem in Bruchteilen von Sekunden Menschen auf einen anderen Planeten oder in ein anderes Raumschiff gebeamt werden. So müssen wir Pfarrer Marra die Chance geben, mit seinen Mitbrüdern abzusprechen, wie die heiligen Messen an den 3 Standorten Salvator, Herz Jesu und St. Judas Thaddäus als Höhepunkt des Sonntags in Communio gefeiert werden. Die Communio ist unser höchstes Gut - Vereinigung mit Christus in seinem Blut und seinen Leib zur Vergebung der Sünden und Hoffnung auf ewiges Leben.

Vielleicht werden sich die Zeiten der heiligen Messen bei uns verschieben, auch Salvator ist davon nicht ausgeschlossen, und Werktagsmessen können durch Wort-Gottes-Feiern ersetzt werden. Im Oktober, also in diesem Monat, bleibt erst einmal alles beim Alten. Doch sollten Sie bitte immer auf die Vermeldungen achten, denn der Gottesdienstplan vom Oktober ist nur unter Vorbehalt in diesem Pfarrblatt abgedruckt.

Das Pfarrbüro hat erst einmal zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Pfarrer Marra entscheidet, an welchem Tag er dann in Herz Jesu als Ansprechpartner da sein wird. Bitten wir den Herrn der Ernte um eine gute Lösung für Salvator und Herz Jesu, damit keine Pfarrei zu kurz kommt bis wir eintreten in die Großpfarrei am 01.01.2022.
So wünsche ich Pfarrer Arduino Marra Gottes Segen im Namen von Herz Jesu und ein segensreiches Wirken als Pfarrer in beiden Pfarreien und im Leitungsteam des pastoralen Raumes.

Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an das pastorale Personal. Setzen Sie bitte nicht auf die Gerüchteküche. Sie hat schon genug angerichtet und zerstört. Bleiben Sie uns treu als ehrenamtliche Mitwirkende in den verschiedenen Aufgaben und als aktive, feiernde Gottesdienstgemeinde, die zusammenkommt in Seinem Namen: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

Ihr
Thomas Markgraff-Kosch, Diakon

NEUER PFARRER FÜR HERZ JESU UND SALVATOR

Gestatten Sie? Ich stelle mich kurz vor:
Mein Name ist Arduino Marra, ich bin 1969 in Winterthur (Schweiz) in einer italienischen Gastarbeiterfamilie geboren. Meine schulische Karriere pendelte zwischen der Schweiz und Italien, wo ich dann 1989 ein Studium in Agrarwissenschaften begann, es nach drei Jahren abbrach, um in Assisi Philosophie und Theologie zu studieren. Auch mein Ausbildungsweg zum Priester und meine priesterliche Tätigkeit sind von reger Bewegung geprägt: 1994 kam ich ins Priester-seminar Redemptoris Mater Berlin, wo ich das Studium fortsetzen konnte; 2000 absolvierte ich ein dreijähriges Praktikum im Rahmen meiner geistlichen Gemeinschaft des Neokatechumenalen Weges in München, wo ich dann 2004 das Diplom in Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität erlangen konnte. Im Anschluss durfte ich bei den Vorbereitungsarbeiten des Weltjugendtages 2005 in Köln mitwirken. Von Frankfurt (Oder), wo ich als Diakon dienen durfte, führte mein Weg nach der Priesterweihe 2007 in Berlin über Rom, wo ich beim Päpstlichen Rat „Cor Unum“ unter der Leitung von Kardinal Paul Josef Cordes bis zum September 2009 arbeiten durfte, bis nach Spandau in die Pfarrei Maria Hilfe der Christen. Nach fast drei Jahren wunderschöner Gemeindearbeit hat es mich 2012 nach Mitte verschlagen, wo ich als Pfarradministrator der Domgemeinde St. Hedwig sowie als Domvikar und Zeremoniar gewirkt habe. Nach einer Zeit der Itineranz im Dienste der Neokatechumenalen Gemeinschaften 2017/18 in Argentinien und Düsseldorf habe ich einige Monate in Brieselang, Nauen und Ketzin den für diese Orte zuständigen Pfarrer unterstützt, bis ich schließlich im Januar 2019 zum Pfarrvikar der Pfarrei St. Franziskus in Reinickendorf-Nord auf Zeit ernannt wurde.

Nun fängt für mich (wieder) ein neuer Lebensabschnitt an – und für Sie, in gewisser Hin-sicht, auch! Ich freue mich auf die Begegnungen mit Ihnen, meinen neuen Schwestern und Brüdern, mit denen zusammen ich weiter den Weg in der Nachfolge Christi gehen will. Uns stehen viel Arbeit und große Herausforderungen bevor, die sicherlich nicht leicht zu meistern sein werden. Wir befinden uns mitten in einem Prozess, der uns alle einlädt, vieles von dem, was über die Jahre entstanden ist, auf den Prüfstand zu stellen. Das heißt für mich nicht automatisch, Bewährtes aufzugeben, mit den gewachsenen Traditionen zu brechen. Und doch steht die Kirche immer wieder vor der Herausforderung, die Frohe Botschaft an die jeweilige Generation in einer für diese verständliche Sprache übersetzen zu müssen. Alles das, was wir unter den veränderten Umständen tun und denken, immer wieder neu im Lichte des Evangeliums zu reflektieren, wird uns in unserem Glauben und Zeugnis festigen, uns neu inspirieren und ermutigen, neue Wege zu finden, um Menschen Gottes Nähe zu vermitteln.
Ich vertraue auf den Beistand und der Führung des Heiligen Geistes, der es vermag, die Freude und die Begeisterung für unseren Auftrag immer wieder neu zu entfachen, als Schwestern und Brüder Jesu Christi in unserer Zeit und unserer Stadt zu leben. Gottes Geist möge also unser Miteinander prägen, sein Segen unsere Arbeit begleiten, seine Freude und seine Liebe uns jeden Tag tragen!

Ihr Pfarrer Arduino Marra, Pfarradministrator

L i t f a s s s ä u l e

- Zu entdecken: Berlins katholische Sakralbauten
Erneut zeigen verschiedene Kirchenführer interessante Sakralbauten im Berliner Raum. Regulär finden die Führungen am ersten Mittwoch des Monats um 18.00 Uhr statt (Änderungen sind angegeben). Die Führungen sind kostenfrei, um Spenden wird gebeten. Verantwortlich für das Programm ist Konstantin Manthey: Telefon (030) 2830950, manthey@katholische-akademie-berlin.de

7. Oktober: Maria Gnaden, Berlin-Hermsdorf
Hermsdorfer Damm 195, 13487 Berlin


- Kirchenöffnung Herz Jesu:
Jeden Freitag von 17.00 bis 18.00 Uhr
jeden Dienstag von 10.00 bis 11.00 Uhr

- Kirchenöffnung St. Judas Thaddäus
Jeden Mittwoch von 18.00 bis 19.00 Uhr

- Laib und Seele Lebensmittelausgabe:
Immer Dienstag von 14.00 bis 15.00 Uhr in der evangelischen Rundkirche am Wolffring.
Achtung Ausgabezeiten ab August 2020:
Buchstabe A bis G: 14.15 - 14.45 Uhr
Buchstabe H bis O: 14.45 - 15.15 Uhr
Buchstabe P bis Z: 15.15 - 15.45 Uhr
Warten im Freien (vor der Kirche), nur Ausgabe von Lebensmitteln.
Die Regeln mit Hygienevorschriften sind zu beachten.
Spendenkonto für Laib und Seele:
Evang. Paulus Kirchengemeinde Tempelhof, Stichwort: Laib und Seele
Postbank Berlin, IBAN: DE44 1001 0010 0051 1401 00


- Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken
Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro. Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Kinderseite - Rätsel

Liebe Rätselfreunde, liebe Kinder!
Auflösung aus September: 1) Welchen Beinamen gab Jesus dem Jünger Simon? = Fels; 2) Wie heißt der blinde Bettler, der Jesus um Erbarmen anrief? = Baptimäus; 3) Welchen Spitznamen hat Franz Beckenbauer? = Kaiser; 4) Welches Fußballfeld wurde als „heiliger Rasen“ bezeichnet? = das alte Wembley-Stadion; 5) Bis zu welcher Tiefe kann der Pottwal tauchen? = 3000 m
Auflösung im November 2020
Hier einmal Fragen zu den Kirchen in unserer Pfarrgemeinde, dem Gemeindehaus und den Kitas: Erwachsene dürfen gefragt werden.

1) In welchem Jahr wurde die Kirche Herz Jesu gebaut?
(Grundstein ist in der Kirche)
A: 17. Juli 1929?
B: 17. Juli 1900?
C: 17. Juli 1898?

2) Wann wurde das Gemeindehaus an der Kirche Herz Jesu gebaut?
A: 5. Juli 1989?
B: 5. Juli 1900?
C: 5. Juli 1991?

3) Wann wurde die Kita Herz Jesu errichtet?
A: 25. April 1960?
B: 25. April 1961?
C: 25. April 1964?

4) Wann fusionierten die Kirchen Herz Jesu und St. Judas Thaddäus?
A: 1989?
B: 2000?
C: 2004?

5) Wann wurde die Kita St. Judas Thaddäus errichtet?
A: 2. Mai 1955?
B: 2. Mai 1957?
C: 2. Mai 1959?

Gebetsmeinung Papst Franziskus´ Oktober 2020

Gebetsmeinung des Papstes für den Monat Oktober 2020

Evangelisation - Der Auftrag der Laien in der Kirche:
Wir beten dafür, dass die Laien - insbesondere Frauen - aufgrund ihrer Taufgnade größeren Anteil an kirchlicher Verantwortung bekommen.

Krankenkommunion

KRANKENKOMMUNION
KRANKENKOMMUNION Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken

Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro.
E-Mail und Telephon siehe "Kontakt"

Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Kinderkirche Familienkirche

Kinderkirche  Familienkirche

Herzliche Einladung zum Familiengottesdienst

mit paralleler Kinderkirche

Jeden 1. Sonntag im Monat um 10.45 Uhr
in St. Judas Thaddäus
(Bäumerplan 1-5, 12101 Berlin)

Anschließend herzliche Einladung zum Frühschoppen:
Gemeinsam frühstücken, Kaffee trinken und Kuchen essen im Pfarrsaal.

Das Frühschoppenteam bereitet alles vor. Es nimmt gerne Anregungen entgegen und freut sich über jede Unterstützung - in welcher Form auch immer (Kontakt: Frau Schukowski, Tel. 0174-1620012).

Und: Generell werden fleißige Hände benötigt. Coole Veranstaltung, aber es muß auch einer machen...

Die nächsten Termine:
vorerst keine weiteren Termine aufgrund der Corona-Krise

Für die Erstkommunionkinder:

Ministrantenausbildung 2020 - WIR SUCHEN DICH!

Letzte Einstiegsmöglichkeit nach den Herbstferien

Liebe Erstkommunionkinder, liebe Kinder und Jugendliche,

unsere Ministrantengruppe sucht wie in jedem Jahr nach der Erstkommunion nach Kindern und Jugendlichen, die sich für den Ministrantendienst in Herz Jesu und in St. Judas Thaddäus begeistern lassen. Ein paar von uns Minis konnten bei den letzten zwei Treffen der Erstkommunionvorbereitung im August vorbeikommen, um unsere Gruppe und unseren Dienst vorzustellen. Die beiden Informationsveranstaltungen im September, um erste Details und Fragen zu besprechen, fanden bereits statt.
Nun besteht bis nach den Herbstferien die letzte Möglichkeit, Fragen zur Ministrantenausbildung zu stellen und sich anzumelden. Frist für die Anmeldung ist am

Sonntag, dem 01.11.2020.

Was sind Ministrantinnen und Ministranten?
Der Begriff Ministrant/in kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt „dienen“, d.h. wir Ministrantinnen und Ministranten dienen durch unsere Mithilfe in der Heiligen Messe Gott selbst. Die Gottesdienste gestalten wir mit unserem Dienst am Altar somit aktiv mit. Das Dienen und Helfen gehört zu den wichtigen Grundelementen eines jeden Christen.
Zu unseren Aufgaben in den Gottesdiensten gehören unter anderem das Halten des Buches zum Tages- und Schlussgebet, die Gabenbereitung zur Vorbereitung der Wandlung und das anschließende Abräumen. Besonders beliebt sind insbesondere das Klingeln der Altarglocken, das Schwenken des Weihrauchfasses oder das Tragen von Kreuz und Leuchtern.
Neben dem Dienst am Altar gehört aber auch das gemeinsame Unternehmen und Erleben dazu. Dafür treffen wir uns regelmäßig zu gemeinsamen Ministrantentreffen.
Unter anderem spielen wir zusammen, grillen, gehen Eis essen, machen Ausflüge, veranstalten Kicker- und Tischtennis-Turniere, gehen ins Kino oder essen Pizza. Aber auch kurze thematische Einheiten können Teil der Gruppenstunden sein. Der Höhepunkt des Jahres ist dann die einwöchige Ministrantenfahrt in den Sommerferien.
Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um Ministrant/in zu werden?
Voraussetzungen, um Ministrantin oder Ministrant werden zu können, sind der Empfang der ersten heiligen Kommunion und die Bereitschaft zur Teilnahme an der Ministrantenausbildung. Diese beginnt nach der Erstkommunion und dauert etwa ein halbes Jahr. Sie beinhaltet das Erlernen sowohl von theoretischen Kenntnissen als auch von praktischen Abläufen in der Heiligen Messe. Die Ausbildung endet mit der Aufnahme in die Ministrantengruppe in einem festlichen Gottesdienst. Da es für den Ministrantendienst keine Altersbeschränkung gibt, können auch ältere Kinder und Jugendliche, die bereits vor längerer Zeit die Erstkommunion empfangen haben, an der Ministrantenausbildung teilnehmen.
Ich habe Fragen, bin mir unsicher oder möchte mich anmelden…
Alle Interessierten, aber auch alle Unentschlossenen können sich nach den Gottesdiensten direkt an die Oberministranten, den Diakon oder den Pfarrer wenden. Dort können weitere Informationen eingeholt, Fragen geklärt oder Anmeldungen vorgenommen werden. Alternativ ist der Kontakt auch jederzeit über das Pfarrbüro möglich:
Tel.: 030 - 751 80 06 oder E-Mail: kirche-herz-jesu-tempelhof@arcor.de
Bei den ersten Terminen der Ministrantenausbildung kann auch gerne unverbindlich „geschnuppert“ werden. Die Termine können den Aushängen entnommen oder im Pfarrbüro erfragt werden.

Wir hoffen, eure Neugierde und euer Interesse geweckt zu haben und freuen uns sehr, euch in unserer Ministrantengruppe begrüßen zu dürfen. Wir sind gespannt auf die neue Ministrantenausbildung 2020!

Es grüßen euch

Die Ministrantinnen und Ministranten

Ministrantenfahrt 2020

Bericht zur Ministrantenfahrt nach Ravensbrück

Unsere diesjährige Ministrantenfahrt ging, wie bereits im letzten Jahr, nach Ravensbrück, nördlich von Berlin nahe der Stadt Fürstenberg (Havel). In der vorletzten Woche der Sommerferien vom 27.07. bis 31.07.2020 waren wir unterwegs. Aufgrund der Corona-Pandemie sind in diesem Jahr deutlich weniger Ministrantinnen und Ministranten zur Fahrt mitgekommen. Daher waren wir in diesem Jahr nur zu acht. Dies hatte wiederum den Vorteil, dass wir die bestehenden Regelungen zu Abständen u.ä. leichter einhalten bzw. kontrollieren konnten.
Um eine mögliche Übertragung mit dem Corona-Virus zu verhindern, galt für die Fahrt ein eigenes Hygienekonzept, basierend auf den staatlichen Vorgaben für Kinder- und Jugendfahrten. So muss-ten z.B. alle Mitfahrenden mehrere Masken mitnehmen, es wurde für jeden ausreichend Hand- und Flächendesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt, die Zimmer vor Ort durften nur von maximal zwei Personen belegt werden und überall war stets der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Außerdem musste vor Fahrt-antritt versichert werden, dass niemand krank war oder Anzeichen einer Erkrankung, z.B. Erkältungssymptome, zeigte.
Abfahrt war in Berlin am Montagmittag. Auf dem Programm standen neben theoretischen Einheiten zum Thema Religion und Kirche am Dienstag auch wieder jede Menge Spiel und Spaß:
Am Dienstagnachmittag waren wir nach der Theorie an einem nahe-gelegenen See schwimmen.
Am Mittwoch waren wir auf einer ganztägigen Bootstour vom Schwedter See (bei Fürstenberg) entlang der Havel zum Stolpsee und wieder zurück unterwegs. Das windige Wetter sorgte für eine ganz besondere Spannung.
Am Donnerstag konnten wir Dank besserem Wetter als tags zuvor Bogenschießen gehen, inklusi-ve eines kleinen Turniers, und eine Radtour nach Himmelpfort machen. Abends grillten wir dann gemeinsam auf dem Gelände der Jugendherberge.
Am Freitag spielten wir nach dem Räumen der Zimmer im Freien noch ein paar Gruppenspiele, ehe es nach dem Mittagessen schon wieder zurück nach Berlin ging.
Es war trotz der diesjährigen Besonderheiten eine sehr schöne und abwechslungsreiche Ministran-tenfahrt. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und hoffen, dass sich bis dahin die Lage für uns alle weiter verbessern und normalisieren wird.

Kolpingtermine (HEJ)

05.10., 19.00 Uhr: Vorstandssitzung in Herz Jesu
10.10., 12.00 Uhr: Geburtstagsnachfeier - Bernd Schöttmer feiert seinen 80. Geburtstag nach. Der Ort wird noch bekannt gegeben. Anstelle von Geschenken wird ein Sparschwein für Spenden aufgestellt.
19.10., 19.30 Uhr: Vortrag. Thema: "Bibel lesen", Referent: Diakon Markgraff-Kosch
27.10., 18.00 Uhr: Weltgebetstag vom Bezirksverband Süd in der Gemeinde "Zum guten Hirten"

KLEINES ARCHIV

St. Judas Thaddäus: Rückblick auf die Karwoche 2020

Rückblick auf die Karwoche 2020

Nach einer sehr ruhigen Fastenzeit, in der wir seit dem 3. Fastensonntag keine Gottesdienste in der gewohnten Form und Regelmäßigkeit feiern durf-ten, gingen wir mit vielen Gedanken und Überlegungen in die Vorbereitungen der Kar- und Ostertage.
Und so wurde beschlossen, dass unsere beiden Kirchen an jedem der Tage für mehrere Stunden geöffnet werden und im Rahmen der noch möglichen li-turgischen Möglichkeiten und je nach Symbolik optisch und ggf. akustisch ausgestaltet werden, so dass die „Geschichte“ beginnend vom Einzug in Je-rusalem über das Gedenken ans Letzte Abendmahl, das Gebet am Ölberg über Verhaftung, Kreuzigung und Grabesruhe hin zur triumphalen Auferste-hung am Ostermorgen sicht- und begreifbar wird.
Im stillen Gebet hatten die Besucher der Kirchen Gelegenheit, sich individuell im stillen Gebet mit dem Leidensweg Jesu auseinanderzusetzen und sich so auf Jesu Auferstehung vorzubereiten und auch über das eigene Leben nachzudenken.
Die Dramatik, die die Kartage sowieso mit sich bringen, wurde aufgrund der ungewissen, unangenehmen und zudem vor allem ungewohnten Situation noch gesteigert. Eine Rückkehr zur Normalität schien in weiter Ferne. Vor al-lem die Leere im Altarraum am Karsamstag und die Hoffnung auf Besserung – symbolisiert durch eine einzelne brennende Kerze – blieben in Erinnerung und ließen die Eindrücke noch schmerzhaft erscheinen.
Überwiegend gab es viel Dankbarkeit, dass die Türen der Kirchen geöffnet waren und diese einmalige Gelegenheit und Form zum Begehen der Karwo-che möglich war. Vielfach feierten die Besucher die Gottesdienste zuhause am Bildschirm per Livestream und brachten anschließend ihr persönliches Gebet in der geöffneten Kirche dar. So wurde die Kirche zu einem Ort der der Stille und der inneren Einkehr, fernab vom Alltagsstress draußen. Spa-ziergänger, die zufällig vorbei kamen, wagten einen Blick hinein und äußerten zudem auch die Freude darüber, dass die Kirchen, die sonst immer nur zu seien und von außen so beeindruckend aussähen, nun „endlich mal offen wären“.
Einen herzlichen Dank an alle, die sich Gedanken gemacht haben, ob, wann und wie die Tage gestaltet werden, sich an der Durchführung beteiligten und ihre Ideen eingebracht haben.

Nicolas Franz

Wiedereröffnung von Herz Jesu April 2019

JUBELFEIER zur WIEDERERÖFFNUNG von HERZ JESU

O lass im Hause dein uns all geborgen sein.

Endlich öffneten sich am 23. Februar 2019 die Türen unserer neu gestalteten und renovierten Pfarrkirche wieder für alle.

Deo gratias!

Kaum eingetreten beeindruckte die unerwartete Helligkeit, stachen Schönheit und Glanz der vertrauten Flügelaltäre - z.T. an veränderter Stelle - ins Auge, fiel der Blick staunend auf 3 ganz neue Elemente aus Porphyr, einem nahezu sandfarbenen Lavagestein mit je eigenem „Feuer". Dies sind der Stein des Taufbeckens in der Marienkapelle, der Ambo, nun auf einer Altarstufe links postiert und der Altarstein selbst.

Von festlichen Orgelklängen begleitet zogen Weihbischof Matthias Heinrich, fünf Priester, Diakon und Ministrantinnen und Ministranten in stattlicher Zahl ein, und die voll besetzte Kir-che hallte vom Lobgesang wieder: „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land ..."

Herzlich begrüßte Pfarrer Schlosser Mitbrüder, Gäste und Festgemeinde. Der Weihbischof äußerte seine Freude, nun die Weihehandlungen vorzunehmen und mit uns Eucharistie zu feiern. Zuerst segnete er den Taufstein, Ort geschenkter Gotteskindschaft, dann den Ambo, von dem künftig das Wort Gottes verkündet wird. Die Weihe des Altarsteins begann mit der Einmauerung eines Kästchens mit Reliquien, wozu alle Kinder nach vorn eingeladen wurden. Manch Erwachsener erlebte diese seltene und feierliche Zeremonie auch zum 1. Male. Unter Gebeten begoss, ja salbte Mattias Heinrich dann den Altartisch mit Chrisam, einem geweih-ten Öl, stellte an alle Ecken Kerzen und entzündete sie mit dem Licht der Osterkerze. Auf-steigende Rauchschwaden ließen an alttestamentliches Opfern denken, das mit Jesu Opfer-tod für immer überholt war und bleibt. Schließlich bereiteten Ministranten den ‚Tisch des Bro-tes‘ mit weißen Tüchern, Leuchtern, Kreuz und Messbuch für die weitere Eucharistiefeier vor.

Zum Sanctus und Agnus Dei erklangen ausgesucht schöne Solostücke aus der deutschen Messe von Lothar Graap, gesungen von Tenor Karol Bettley, zum Auszug ein barocker Marsch von J. Clarke, dargeboten von Hornist J. Schulte, beide professionell begleitet von unserem Organisten W. Wrede. Man hörte förmlich seine Freude, der frisch gestimmten Or-gel festliche Klänge zu entlocken. Nach der Kommunion wurde der Tabernakel, nun an un-gewohntem Ort, neben der Sakristeitür, gesegnet, ehe er das Allerheiligste aufnahm. Das Ewige Licht darüber konnte neu entzündet werden.

Nach dem Segen wurden die Kinder, die prima durchgehalten haben, ins Gemeindezentrum vorausgeschickt. Unser KV-Mitglied Herr Wagenaar trat - eine Riesenglühbirne in der Hand - an den Ambo und leitete seine Dankrede wie folgt ein: „Mit dieser 1000-Watt-Glühbirne fing alles an…"

Monatelang rauchten kluge Köpfe, um zu entscheiden, welche Reparaturen außer der Licht-anlage unumgänglich, welche wichtig und bezahlbar wären, findige Fachleute ersonnen cle-vere technische Lösungen und fleißige Handwerker verschiedenster Gewerke setzten das Nötige um. Allein die Aufzählung aller Mit- und Zuarbeiter machte schwindelig, keiner sollte vergessen werden. Herr Wagenaar dankte jedem Einzelnen aufrichtig für dessen Beitrag, der zum Gelingen des Gesamtwerkes beigetragen hat. Wir, die Gemeinde, stimmten dem dankbaren Herzens mit Applaus zu. Stellvertretend für alle Akteure überreichte er später Herrn Marcus Nitschke vom Büro D:4 den 1000-Watt ‚corpus delicti‘!

Nun hatten auch Gäste und Gemeindemitglieder eine Atempause nötig und leibliche Stär-kung im Gemeindehaus verdient, welche auch unser Weihbischof gern annahm. Gegen 14.00 Uhr bestand das Angebot, sich von den Architekten Lutzenberger + Lutzenberger selbst durch die Kirche Herz Jesu führen zu lassen. Sie ließen uns teilhaben an ihren ers-ten Ideen und konzeptionellen Überlegungen, an kleinen und großen Überraschungen, wel-che erst während des Umbaus auftraten und weckten auf diese Weise noch tiefere Wert-schätzung für die zahlreichen Kostbarkeiten in unserer Kirche.

Wer mochte, konnte sich bei Kaffee und Kuchen unterhalten oder bei den Kindern vorbei-schauen, bis gegen 16.00 Uhr zur abschließenden Vesper geläutet wurde. In seiner An-sprache zitierte Diakon Markgraff-Kosch die Antwort Jesu auf die Frage der Jünger: „Herr, wo wohnst du?" Sie lautete ja: „Kommt und seht." Mit eben diesen Worten bitte ich all jene, die nicht an der Wiedereinweihungsfeier teilnehmen konnten: „Kommt und seht - selbst!“

M. Fleischer (stellvertr. PGR-Vorsitzende)