Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu und St. Judas Thaddäus Berlin-Tempelhof

Pfarrmagazin

Unser Pfarrmagazin erscheint monatlich.
Die Gesamtausgabe mit den Werbeanzeigen finden Sie vorläufig nur in der gedruckten Version, die kostenlos an den Schriftenständen unserer Kirchen ausliegt.

Interessiert an Mitarbeit? Nur zu! Mailen Sie der Pfarrei. Adresse siehe "Kontakt". Wir würden uns sehr freuen. Es muß nicht regelmäßig sein. Wenn Sie einen Beitrag für interessant halten und für Ihr Pfarrmagazin etwas aufbereiten, reicht das schon. Es muß auch nicht immer lustig sein, ganz wie im richtigen Leben.

Ausgabe September 2020

Vorwort von Pfarrer B. Schlosser

Liebe Gemeinde!
So wie mich vor sechzehn Jahren unser damaliger Erzbischof gebeten hat, mich um die fusionierte Pfarrei Herz Jesu zu bewerben, so hat mich unser jetziger Erzbischof gebeten, auf die Pfarrei zu verzichten; und ich habe ihm diesen Verzicht zum 30. September 2020 24.00 Uhr zur Zeit noch mündlich zugesagt.
Sechzehn Jahre an einem Ort sind für einen Pfarrer heute schon langsam etwas Außer-gewöhnliches, und so denke ich mit Freude an das zurück, was wir in diesen Jahren ge-meinsam aufbauen konnten. Es war die dritte Fusion, die ich in meinem Leben in der un-terschiedlichsten Rechtsform begleitet bzw. geführt habe, und so waren die ersten vier Jahre von der Differenzierung geprägt, wer bereit ist, sich an Neues zu gewöhnen und wer so am Alten hängt, dass er lieber wegbleibt. Sie kennen vielleicht noch meinen Satz aus jener Zeit, dass der, der sich auf die Fusion einlässt, mit 100 % Pfarrer rechnen darf; und wer bei der Fusion nicht mitzieht, sich mit 50 % Pfarrer und 50 % Gemeindeleben begnügen muss. Leider konnte ich niemandem diese Entscheidung abnehmen.
Für mich überraschend und eine große Freude war die Situation, dass sich fast jedes Jahr eine Gruppe für einen Glaubenskurs gefunden hat und dass aus diesen Glaubenskursen heraus sich ein theologisches Gespräch gebildet hat. So hatten wir als Kern der neuen Gemeinde einen Ort der theologischen Auseinandersetzung, aus dem heraus verschiedene Ehrenamtliche in den unterschiedlichen Bereichen der Pfarrei und des gesellschaftlichen Lebens wirkten und diese prägten. So entstand in der Werbung neuer Ehrenamtlicher ein Netzwerk, von dem die Gemeinde heute lebt.
Auch freue ich mich, dass sich die Gemeinde darauf eingelassen hat, die Osternacht mit acht Lesungen zu feiern. Ich denke, dass es ein großer Unterschied ist, ob die Auferstehung als logische Konsequenz von Schöpfung, Gottesdienst und Durchzug durch das Rote Meer gefeiert wird, oder ob man sich auch dem Ringen und der inneren Enttäuschung Gottes über sein Volk aussetzt und die Auferstehung auch als Reaktion auf diese Enttäuschung hin feiert. Wenn wir heute von den verschiedenen Krisen sprechen, in denen wir uns befinden, kann das Feiern dieser Enttäuschungen Gottes unser Gehör schärfen, um den Weg aus den Krisen heraus zu finden
Dieses Denken ist auch Grundlage bei der Begleitung der uns in den beiden Kitas anver-trauten Kindern. Es geht nicht nur um Entwicklung von Fähigkeiten und Selbstbewusstsein; sondern auch um die Entwicklung dieser Fähigkeit: Gott hören zu können.
Für einige unverständlich ist diese Bitte um Verzicht allerdings im Hinblick auf die Situation, dass wir in 1 ½ Jahren eine Großpfarrei bilden sollen und nun mitten in der Phase der Bildung ein weiterer Personalwechsel vollzogen wird. Hier ist wohl der Grund für diese Bitte zu suchen. Anlass ist die unhaltbare Situation in Salvator aufgrund der Erkrankung von Pfarrer Lau. Als wir wieder langsam mit der Feier von Gottesdiensten nach dem Shutdown aufgrund von Corona begonnen hatten, blieb die Kirche in Lichtenrade weiterhin geschlossen, da sich Pfarrer Lau aufgrund eigener Vorerkrankungen schützen musste. Dass diese Situation gelöst werden muss, ist einsehbar; dass es verschiedene Lösungsansätze gibt, ist bekannt. Ob die Lösung der Suche nach einem neuen Pfarrer gemeinsam für Herz Jesu und Salvator, für die sich unser Erzbischof entschieden hat, wirklich die beste Entscheidung ist, oder ob hier für die Großpfarrei bereits schwerwiegende Vorentscheidungen getroffen werden, wird die Zeit zeigen. In verschiedenen Gesprächen hat Frau Kümpel die Verantwortung für diese Ent-scheidung übernommen.
Was meine Person betrifft hat unser Erzbischof anerkannt, dass ich in den vier - je nach Zählart auch fünf - Fusionen so viele Überstunden angesammelt habe, dass ich in vier Monaten diese einmal abbummeln darf. In Coronazeiten werden nicht die Reisen möglich sein, die ich gerne unter anderen Voraussetzungen unternommen hätte; doch bleibt mir wenigstens erspart (wie 2004), erst drei Wochen im Gästezimmer und dann sieben Wochen auf dem Sofa im Wohnzimmer meiner Mutter zu übernachten, um die Renovierung meiner neuen Dienstwohnung zu erwarten.
So wünsche ich Ihnen alles Gute und Gottes Segen und, was in diesen Tagen besonders gilt:
Bleiben Sie gesund.

Ihr Pfarrer B. Schlosser

L i t f a s s s ä u l e

- Zu entdecken: Berlins katholische Sakralbauten
Erneut zeigen verschiedene Kirchenführer interessante Sakralbauten im Berliner Raum. Regulär finden die Führungen am ersten Mittwoch des Monats um 18.00 Uhr statt (Änderungen sind angegeben). Die Führungen sind kostenfrei, um Spenden wird gebeten. Verantwortlich für das Programm ist Konstantin Manthey: Telefon (030) 2830950, manthey@katholische-akademie-berlin.de
2. September: Evangelische Kirche Alt Lichtenberg,
Berlin-Lichtenberg, Möllendorffstraße 33

- Kirchenöffnung Herz Jesu:
Jeden Freitag von 17.00 bis 18.00 Uhr
jeden Dienstag von 10.00 bis 11.00 Uhr

- Kirchenöffnung St. Judas Thaddäus
Jeden Mittwoch von 18.00 bis 19.00 Uhr

- Laib und Seele Lebensmittelausgabe:
Immer Dienstag von 14.00 bis 15.00 Uhr in der evangelischen Rundkirche am Wolffring.
Achtung Ausgabezeiten ab August 2020:
Buchstabe A bis G: 14.15 - 14.45 Uhr
Buchstabe H bis O: 14.45 - 15.15 Uhr
Buchstabe P bis Z: 15.15 - 15.45 Uhr
Warten im Freien (vor der Kirche), nur Ausgabe von Lebensmitteln.
Die Regeln mit Hygienevorschriften sind zu beachten.
Spendenkonto für Laib und Seele:
Evang. Paulus Kirchengemeinde Tempelhof, Stichwort: Laib und Seele
Postbank Berlin, IBAN: DE44 1001 0010 0051 1401 00


- Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken
Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro. Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Kinderseite - Rätsel

Liebe Rätselfreunde, liebe Kinder!
Auflösung aus Juli/August: 1) Was bedeutet das Wort „Christus“? = griechisch = Ge-salbter; 2) Wie lautet der andere Name für das Paradies? = Eden; 3) Wie heißt ein liturgischer Umzug, meist außerhalb der Kirche? = Prozession; 4) An welchem Fest feiern die Christen die Auferstehung von Jesus Christus? = Ostern; 5) Einige Monate haben 30 Tage, andere 31 Tage. Wie viele Monate haben 28 Tage? =12 Monate; Welcher Vogel ruft seinen eigenen Namen = Kuckuck; Was sitzt faul in der oberen rechten Ecke und reist doch um die Welt? = Briefmarke.
Auflösung im Oktober 2020

1) Welchen Beinamen gab Jesus dem Jünger Simon?
A: Fels?
B: Donner?
C: Hirte?

2) Wie heißt der blinde Bettler, der Jesus um Erbarmen anrief?
A: Bartholomäus?
B: Baptismus?
C: Bar Sabas?

3) Welchen Spitznamen hat Franz Beckenbauer?
A: Cardinal?
B: Papst?
C: Kaiser?

4) Welches Fußballfeld wurde als „heiliger Rasen“ bezeichnet?
A: Maracuja-Stadion Rio de Janeiro?
B: das alte Wembley-Stadion?
C: Arena auf Schalke?

5) Bis zu welcher Tiefe kann der Pottwal tauchen?
A: bis zu 30 m Tiefe?
B: bis zu 500 m Tiefe?
C: bis zu 3000 m Tiefe?

Gebetsmeinung Papst Franziskus´ September 2020

Gebetsmeinung des Papstes für den Monat September 2020

Universal - Respekt für die Rohstoffe unseres Planeten:
Wir beten dafür, dass kein Raubbau an den Rohstoffen unseres Planeten betrieben wird, sondern dass sie gerecht und nachhaltig verteilt werden.

Krankenkommunion

KRANKENKOMMUNION
KRANKENKOMMUNION Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken

Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro.
E-Mail und Telephon siehe "Kontakt"

Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Kinderkirche Familienkirche

Kinderkirche  Familienkirche

Herzliche Einladung zum Familiengottesdienst

mit paralleler Kinderkirche

Jeden 1. Sonntag im Monat um 10.45 Uhr
in St. Judas Thaddäus
(Bäumerplan 1-5, 12101 Berlin)

Anschließend herzliche Einladung zum Frühschoppen:
Gemeinsam frühstücken, Kaffee trinken und Kuchen essen im Pfarrsaal.

Das Frühschoppenteam bereitet alles vor. Es nimmt gerne Anregungen entgegen und freut sich über jede Unterstützung - in welcher Form auch immer (Kontakt: Frau Schukowski, Tel. 0174-1620012).

Und: Generell werden fleißige Hände benötigt. Coole Veranstaltung, aber es muß auch einer machen...

Die nächsten Termine:
vorerst keine weiteren Termine aufgrund der Corona-Krise

Für die Erstkommunionkinder:

Für die Erstkommunionkinder:
Ministrantenausbildung 2020 - WIR SUCHEN DICH!

Liebe Erstkommunionkinder, liebe Kinder und Jugendliche,
auch wenn durch Corona in diesem Jahr vieles anders ist, so z.B. auch der neue und außerge-wöhnliche Termin der Erstkommunion im September, ändert sich doch eines nicht:
Unsere Ministrantengruppe sucht wie in jedem Jahr nach der Erstkommunion wieder nach Kin-dern und Jugendlichen, die sich für den Ministrantendienst in Herz Jesu und in St. Judas Thaddäus begeistern lassen. Ein paar von uns Minis konnten bereits bei den letzten zwei Treffen eurer Erstkommunionvorbereitung im August vorbeikommen, um unsere Gruppe und unseren Dienst vorzustellen.
Der Begriff Ministrant/in kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt „dienen“, d.h. wir Mi-nistranten dienen durch unsere Mithilfe in der Heiligen Messe Gott selbst. Die Gottesdienste ge-stalten wir mit unserem Dienst am Altar somit aktiv mit. Das Dienen und Helfen gehört zu den wichtigen Grundelementen eines jeden Christen.
Zu unseren Aufgaben in den Gottesdiensten gehören unter anderem das Halten des Buches zum Tages- und Schlussgebet, die Gabenbereitung zur Vorbereitung der Wandlung und das anschließende Abräumen. Besonders beliebt sind insbesondere das Klingeln der Altarglocken, das Schwenken des Weihrauchfasses oder das Tragen von Kreuz und Leuchtern.
Neben dem Dienst am Altar gehören aber auch gemeinsame Unternehmungen und gemeinsa-mes Erleben dazu. Dafür treffen wir uns regelmäßig zu gemeinsamen Ministrantentreffen. Unter anderem spielen wir zusammen, grillen, gehen Eis essen, machen Ausflüge, veranstalten Kicker- und Tischtennis-Turniere, gehen ins Kino oder essen Pizza. Aber auch kurze thematische Ein-heiten können Teil der Gruppenstunden sein. Der Höhepunkt des Jahres ist dann die einwöchige Ministrantenfahrt in den Sommerferien.
Voraussetzungen, um Ministrantin oder Ministrant werden zu können, sind der Empfang der ersten heiligen Kommunion und die Bereitschaft zur Teilnahme an der Ministrantenausbildung. Diese beginnt nach der Erstkommunion und dauert etwa ein halbes Jahr. Sie beinhaltet das Erlernen sowohl von theoretischen Kenntnissen als auch von praktischen Abläufen in der Heiligen Messe. Die Ausbildung endet mit der Aufnahme in die Ministrantengruppe in einem festlichen Gottes-dienst. Da es für den Ministrantendienst keine Altersbeschränkung gibt, können auch ältere Kinder und Jugendliche, die bereits die Erstkommunion empfangen haben, an der Ministran-tenausbildung teilnehmen.
Für alle Interessierten, aber auch für alle Unentschlossenen finden zwei Informationsveranstal-tungen statt. Dort könnt ihr auch gerne eure Fragen stellen und erhaltet weitere Informationen. Bei den ersten Terminen der Ministrantenausbildung könnt ihr auch gerne unverbindlich zum „Schnuppern“ vorbeikommen.
Informationsveranstaltungen:
Sonntag, 20.09.20, 12:00 Uhr in St. Judas Thaddäus
(nach der Hl. Messe um 10:45 Uhr)
Samstag, 26.09.20, 10:30 Uhr in Herz Jesu
Treffpunkt an beiden Terminen vor der Kirche


Wer Interesse oder Fragen hat, aber an diesen Terminen nicht kommen kann, kann sich nach den Gottesdiensten direkt an die Oberministranten, den Diakon oder den Pfarrer wenden. Alternativ ist der Kontakt auch jederzeit über das Pfarrbüro möglich:
Tel.: 030 - 751 80 06 oder E-Mail: kirche-herz-jesu-tempelhof@arcor.de
Wir hoffen, eure Neugierde und euer Interesse geweckt zu haben und freuen uns sehr, euch in unserer Ministrantengruppe begrüßen zu dürfen. Wir sind gespannt auf die neue Ministranten-ausbildung 2020!

Es grüßen euch



Die Ministrantinnen und Ministranten

Ministrantenfahrt 2020

Bericht zur Ministrantenfahrt nach Ravensbrück

Unsere diesjährige Ministrantenfahrt ging, wie bereits im letzten Jahr, nach Ravensbrück, nördlich von Berlin nahe der Stadt Fürstenberg (Havel). In der vorletzten Woche der Sommerferien vom 27.07. bis 31.07.2020 waren wir unterwegs. Aufgrund der Corona-Pandemie sind in diesem Jahr deutlich weniger Ministrantinnen und Ministranten zur Fahrt mitgekommen. Daher waren wir in diesem Jahr nur zu acht. Dies hatte wiederum den Vorteil, dass wir die bestehenden Regelungen zu Abständen u.ä. leichter einhalten bzw. kontrollieren konnten.
Um eine mögliche Übertragung mit dem Corona-Virus zu verhindern, galt für die Fahrt ein eigenes Hygienekonzept, basierend auf den staatlichen Vorgaben für Kinder- und Jugendfahrten. So muss-ten z.B. alle Mitfahrenden mehrere Masken mitnehmen, es wurde für jeden ausreichend Hand- und Flächendesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt, die Zimmer vor Ort durften nur von maximal zwei Personen belegt werden und überall war stets der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Außerdem musste vor Fahrt-antritt versichert werden, dass niemand krank war oder Anzeichen einer Erkrankung, z.B. Erkältungssymptome, zeigte.
Abfahrt war in Berlin am Montagmittag. Auf dem Programm standen neben theoretischen Einheiten zum Thema Religion und Kirche am Dienstag auch wieder jede Menge Spiel und Spaß:
Am Dienstagnachmittag waren wir nach der Theorie an einem nahe-gelegenen See schwimmen.
Am Mittwoch waren wir auf einer ganztägigen Bootstour vom Schwedter See (bei Fürstenberg) entlang der Havel zum Stolpsee und wieder zurück unterwegs. Das windige Wetter sorgte für eine ganz besondere Spannung.
Am Donnerstag konnten wir Dank besserem Wetter als tags zuvor Bogenschießen gehen, inklusi-ve eines kleinen Turniers, und eine Radtour nach Himmelpfort machen. Abends grillten wir dann gemeinsam auf dem Gelände der Jugendherberge.
Am Freitag spielten wir nach dem Räumen der Zimmer im Freien noch ein paar Gruppenspiele, ehe es nach dem Mittagessen schon wieder zurück nach Berlin ging.
Es war trotz der diesjährigen Besonderheiten eine sehr schöne und abwechslungsreiche Ministran-tenfahrt. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und hoffen, dass sich bis dahin die Lage für uns alle weiter verbessern und normalisieren wird.

Kolpingtermine (HEJ)

14.09.20 19.00 Uhr: Spieleabend mit der Gemeinde Herz Jesu im Pfarrsaal
28.09.20 193.0 Uhr: Vortrag: "Marien-Docmatic", Referent: Diakon Thomas Markgraff-Kosch






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KLEINES ARCHIV

St. Judas Thaddäus: Rückblick auf die Karwoche 2020

Rückblick auf die Karwoche 2020

Nach einer sehr ruhigen Fastenzeit, in der wir seit dem 3. Fastensonntag keine Gottesdienste in der gewohnten Form und Regelmäßigkeit feiern durf-ten, gingen wir mit vielen Gedanken und Überlegungen in die Vorbereitungen der Kar- und Ostertage.
Und so wurde beschlossen, dass unsere beiden Kirchen an jedem der Tage für mehrere Stunden geöffnet werden und im Rahmen der noch möglichen li-turgischen Möglichkeiten und je nach Symbolik optisch und ggf. akustisch ausgestaltet werden, so dass die „Geschichte“ beginnend vom Einzug in Je-rusalem über das Gedenken ans Letzte Abendmahl, das Gebet am Ölberg über Verhaftung, Kreuzigung und Grabesruhe hin zur triumphalen Auferste-hung am Ostermorgen sicht- und begreifbar wird.
Im stillen Gebet hatten die Besucher der Kirchen Gelegenheit, sich individuell im stillen Gebet mit dem Leidensweg Jesu auseinanderzusetzen und sich so auf Jesu Auferstehung vorzubereiten und auch über das eigene Leben nachzudenken.
Die Dramatik, die die Kartage sowieso mit sich bringen, wurde aufgrund der ungewissen, unangenehmen und zudem vor allem ungewohnten Situation noch gesteigert. Eine Rückkehr zur Normalität schien in weiter Ferne. Vor al-lem die Leere im Altarraum am Karsamstag und die Hoffnung auf Besserung – symbolisiert durch eine einzelne brennende Kerze – blieben in Erinnerung und ließen die Eindrücke noch schmerzhaft erscheinen.
Überwiegend gab es viel Dankbarkeit, dass die Türen der Kirchen geöffnet waren und diese einmalige Gelegenheit und Form zum Begehen der Karwo-che möglich war. Vielfach feierten die Besucher die Gottesdienste zuhause am Bildschirm per Livestream und brachten anschließend ihr persönliches Gebet in der geöffneten Kirche dar. So wurde die Kirche zu einem Ort der der Stille und der inneren Einkehr, fernab vom Alltagsstress draußen. Spa-ziergänger, die zufällig vorbei kamen, wagten einen Blick hinein und äußerten zudem auch die Freude darüber, dass die Kirchen, die sonst immer nur zu seien und von außen so beeindruckend aussähen, nun „endlich mal offen wären“.
Einen herzlichen Dank an alle, die sich Gedanken gemacht haben, ob, wann und wie die Tage gestaltet werden, sich an der Durchführung beteiligten und ihre Ideen eingebracht haben.

Nicolas Franz

Wiedereröffnung von Herz Jesu April 2019

JUBELFEIER zur WIEDERERÖFFNUNG von HERZ JESU

O lass im Hause dein uns all geborgen sein.

Endlich öffneten sich am 23. Februar 2019 die Türen unserer neu gestalteten und renovierten Pfarrkirche wieder für alle.

Deo gratias!

Kaum eingetreten beeindruckte die unerwartete Helligkeit, stachen Schönheit und Glanz der vertrauten Flügelaltäre - z.T. an veränderter Stelle - ins Auge, fiel der Blick staunend auf 3 ganz neue Elemente aus Porphyr, einem nahezu sandfarbenen Lavagestein mit je eigenem „Feuer". Dies sind der Stein des Taufbeckens in der Marienkapelle, der Ambo, nun auf einer Altarstufe links postiert und der Altarstein selbst.

Von festlichen Orgelklängen begleitet zogen Weihbischof Matthias Heinrich, fünf Priester, Diakon und Ministrantinnen und Ministranten in stattlicher Zahl ein, und die voll besetzte Kir-che hallte vom Lobgesang wieder: „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land ..."

Herzlich begrüßte Pfarrer Schlosser Mitbrüder, Gäste und Festgemeinde. Der Weihbischof äußerte seine Freude, nun die Weihehandlungen vorzunehmen und mit uns Eucharistie zu feiern. Zuerst segnete er den Taufstein, Ort geschenkter Gotteskindschaft, dann den Ambo, von dem künftig das Wort Gottes verkündet wird. Die Weihe des Altarsteins begann mit der Einmauerung eines Kästchens mit Reliquien, wozu alle Kinder nach vorn eingeladen wurden. Manch Erwachsener erlebte diese seltene und feierliche Zeremonie auch zum 1. Male. Unter Gebeten begoss, ja salbte Mattias Heinrich dann den Altartisch mit Chrisam, einem geweih-ten Öl, stellte an alle Ecken Kerzen und entzündete sie mit dem Licht der Osterkerze. Auf-steigende Rauchschwaden ließen an alttestamentliches Opfern denken, das mit Jesu Opfer-tod für immer überholt war und bleibt. Schließlich bereiteten Ministranten den ‚Tisch des Bro-tes‘ mit weißen Tüchern, Leuchtern, Kreuz und Messbuch für die weitere Eucharistiefeier vor.

Zum Sanctus und Agnus Dei erklangen ausgesucht schöne Solostücke aus der deutschen Messe von Lothar Graap, gesungen von Tenor Karol Bettley, zum Auszug ein barocker Marsch von J. Clarke, dargeboten von Hornist J. Schulte, beide professionell begleitet von unserem Organisten W. Wrede. Man hörte förmlich seine Freude, der frisch gestimmten Or-gel festliche Klänge zu entlocken. Nach der Kommunion wurde der Tabernakel, nun an un-gewohntem Ort, neben der Sakristeitür, gesegnet, ehe er das Allerheiligste aufnahm. Das Ewige Licht darüber konnte neu entzündet werden.

Nach dem Segen wurden die Kinder, die prima durchgehalten haben, ins Gemeindezentrum vorausgeschickt. Unser KV-Mitglied Herr Wagenaar trat - eine Riesenglühbirne in der Hand - an den Ambo und leitete seine Dankrede wie folgt ein: „Mit dieser 1000-Watt-Glühbirne fing alles an…"

Monatelang rauchten kluge Köpfe, um zu entscheiden, welche Reparaturen außer der Licht-anlage unumgänglich, welche wichtig und bezahlbar wären, findige Fachleute ersonnen cle-vere technische Lösungen und fleißige Handwerker verschiedenster Gewerke setzten das Nötige um. Allein die Aufzählung aller Mit- und Zuarbeiter machte schwindelig, keiner sollte vergessen werden. Herr Wagenaar dankte jedem Einzelnen aufrichtig für dessen Beitrag, der zum Gelingen des Gesamtwerkes beigetragen hat. Wir, die Gemeinde, stimmten dem dankbaren Herzens mit Applaus zu. Stellvertretend für alle Akteure überreichte er später Herrn Marcus Nitschke vom Büro D:4 den 1000-Watt ‚corpus delicti‘!

Nun hatten auch Gäste und Gemeindemitglieder eine Atempause nötig und leibliche Stär-kung im Gemeindehaus verdient, welche auch unser Weihbischof gern annahm. Gegen 14.00 Uhr bestand das Angebot, sich von den Architekten Lutzenberger + Lutzenberger selbst durch die Kirche Herz Jesu führen zu lassen. Sie ließen uns teilhaben an ihren ers-ten Ideen und konzeptionellen Überlegungen, an kleinen und großen Überraschungen, wel-che erst während des Umbaus auftraten und weckten auf diese Weise noch tiefere Wert-schätzung für die zahlreichen Kostbarkeiten in unserer Kirche.

Wer mochte, konnte sich bei Kaffee und Kuchen unterhalten oder bei den Kindern vorbei-schauen, bis gegen 16.00 Uhr zur abschließenden Vesper geläutet wurde. In seiner An-sprache zitierte Diakon Markgraff-Kosch die Antwort Jesu auf die Frage der Jünger: „Herr, wo wohnst du?" Sie lautete ja: „Kommt und seht." Mit eben diesen Worten bitte ich all jene, die nicht an der Wiedereinweihungsfeier teilnehmen konnten: „Kommt und seht - selbst!“

M. Fleischer (stellvertr. PGR-Vorsitzende)