Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu und St. Judas Thaddäus Berlin-Tempelhof

Pfarrmagazin

Unser Pfarrmagazin erscheint monatlich.
Die Gesamtausgabe mit den Werbeanzeigen finden Sie vorläufig nur in der gedruckten Version, die kostenlos an den Schriftenständen unserer Kirchen ausliegt.

Interessiert an Mitarbeit? Nur zu! Mailen Sie der Pfarrei. Adresse siehe "Kontakt". Wir würden uns sehr freuen. Es muß nicht regelmäßig sein. Wenn Sie einen Beitrag für interessant halten und für Ihr Pfarrmagazin etwas aufbereiten, reicht das schon. Es muß auch nicht immer lustig sein, ganz wie im richtigen Leben.

Ausgabe Juli / August 2021

(Auszüge)

GRUSSWORT - DIAKON THOMAS MARKGRAFF-KOSCH

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

die Coronaneuansteckungen sinken, vieles wird wieder geöffnet und Normalität kehrt ein. Man kann draußen sitzen im Café oder Restaurant, sich wieder mit mehr Leuten treffen. Einige von Ihnen haben vielleicht auch schon die Urlaubsplanung erledigt und sind guter Dinge, diesen umzusetzen. Ja, der Mensch braucht auch gewisse Auszeiten, um sich zu erholen. Dazu gehört die Urlaubszeit, die Ferien der Schulkinder, um neue Kraft für das Kommende zu tanken. Selbst Jesus ging in die Einsamkeit, ohne die Jünger, um zu beten und neue Kraft zu finden für die Verkündigung des Reiches Gottes. Er war auch wahrer Mensch, kein Übermensch. Aber ER hat seinen Vater nicht vergessen. Urlaub heißt ja nicht, Auszeit von Gott zu nehmen. Sicherlich finden Sie an den Urlaubsorten auch Kirchen, Kapellen oder gewisse Orte, wo Gottesdienste angeboten werden. Nutzen Sie dort auch die Chance, mal eine Kerze für Ihre Anliegen zu entzünden oder sogar die Gottesdienste zu besuchen. Jesus hat nach diesen Erholungsphasen weitergewirkt und Zeichen wie Heilungen vollbracht, damit das Gottesreich sichtbar wird. Dafür sagen wir Dank und deshalb sollte auch unser Lob nicht im Urlaub verstummen. Alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitwirkenden wünschen Ihnen erholsame Tage, damit Sie fit sind für die Zeit nach dem Urlaub. Kommen Sie gesund und erholt wieder.

Jetzt noch ein anderes Anliegen: Beten hilft und kann Berge versetzen. In unserer Gemeinde bereiten sich zwölf Kinder auf die Erstkommunion vor. Sie brauchen Ihr begleitendes Gebet. Opfern Sie dafür etwas Zeit. Beten Sie vielleicht darum, dass die Kinder im Glauben an das kleine gewandelte Brot, den Leib Christi glauben und weiterhin dieses Brot als Kraftquelle für ihren weiteren Lebensweg in sich aufnehmen. Und dass sie der heiligen Messe verbunden bleiben und sich sogar entscheiden, eine Kindergruppe zu gründen oder den Ministrantendienst zu übernehmen.

Ihr
Thomas Markgraff-Kosch, Diakon

L i t f a s s s ä u l e

- Zu entdecken: Berlins katholische Sakralbauten
Verschiedene Kirchenführer zeigen interessante Sakralbauten im Berliner Raum. Regulär finden die Führungen am ersten Mittwoch des Monats um 18.00 Uhr statt. Die Führungen sind kostenfrei, um Spenden wird gebeten. Verantwortlich für das Programm ist Konstantin Manthey: Telefon (030) 2830950, manthey@katholische-akademie-berlin.de

7. Juli: All Saints, Kirche der englischen Mission, Hüttenweg 46, 14195 Berlin



- Kirchenöffnung Herz Jesu:
Jeden Dienstag von 10.00 bis 11.00 Uhr
jeden Freitag von 17.00 bis 18.00 Uhr

- Kirchenöffnung St. Judas Thaddäus
Jeden Mittwoch von 18.00 bis 19.00 Uhr

- Laib und Seele Lebensmittelausgabe:
Immer Dienstag von 14.00 bis 15.00 Uhr in der evangelischen Rundkirche am Wolffring.
Achtung Ausgabezeiten ab April 2021:
Neukunden und Sonderregelung: 13.30 - 14.00 Uhr
Buchstabe H bis N: 14.00 - 14.30 Uhr
Buchstabe O bis Z: 14.30 - 15.00 Uhr
Buchstabe A bis G: 15.00 - 15.30 Uhr
Warten im Freien (vor der Kirche), nur Ausgabe von Lebensmitteln.
Die Regeln mit Hygienevorschriften sind zu beachten.
Spendenkonto für Laib und Seele:
Evang. Paulus Kirchengemeinde Tempelhof, Stichwort: Laib und Seele
Postbank Berlin, IBAN: DE44 1001 0010 0051 1401 10


- Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken
Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro. Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Gebetsmeinung Papst Franziskus´ Juli 2021

Universale Gebetsmeinung des Papstes für den Monat Juli 2021:

Beten wir dafür, dass wir in sozialen, ökonomischen und politischen Konfliktsituationen mutig und leidenschaftlich am Aufbau von Dialog und Freundschaft mitwirken.

Krankenkommunion

KRANKENKOMMUNION
KRANKENKOMMUNION Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken

Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro.
E-Mail und Telephon siehe "Kontakt"

Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Kinderkirche Familienkirche - entfällt z.Zt. coronabedingt

Kinderkirche  Familienkirche

Herzliche Einladung zum Familiengottesdienst

mit paralleler Kinderkirche

Jeden 1. Sonntag im Monat um 10.45 Uhr
in St. Judas Thaddäus
(Bäumerplan 1-5, 12101 Berlin)

Anschließend herzliche Einladung zum Frühschoppen:
Gemeinsam frühstücken, Kaffee trinken und Kuchen essen im Pfarrsaal.

Das Frühschoppenteam bereitet alles vor. Es nimmt gerne Anregungen entgegen und freut sich über jede Unterstützung - in welcher Form auch immer (Kontakt: Frau Schukowski, Tel. 0174-1620012).

Und: Generell werden fleißige Hände benötigt. Coole Veranstaltung, aber es muß auch einer machen...

Die nächsten Termine:
vorerst keine weiteren Termine aufgrund der Corona-Krise

Aus dem Leben der Gemeinde

Getauft und in unsere Gemeinde aufgenommen wurde:
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Das Sakrament der Ehe spendeten sich:
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Von Gott heimgerufen:
01.06.2021 - Bernhard Lohe

NEUSTART der Kinder- und Jugendarbeit

Liebe Kinder und Jugendliche, liebe Ministrantinnen und Ministranten,
liebe Gemeinde,

nach den vielen Monaten, in denen wir uns nur zu digitalen Treffen gesehen haben, können wir uns in den kommenden Wochen endlich auch wieder in Präsenz treffen – selbstverständlich unter Beachtung der Hygiene- und Ab-standsregelungen. Hierfür werden wir vor allem die Gärten an beiden Kir-chenstandorten nutzen.

Den offiziellen Neustart feiern wir mit der Jugendmesse des pastoralen Raums am SAMSTAG, dem 19. Juni 2021, um 17:00 Uhr bei uns in der Ge-meinde im Garten von ST. JUDAS THADDÄUS.

Weitere Treffen der Ministrantengruppe sowie der neu gegründeten Kolping-Jugend werden abhängig von den staatlichen Regelungen noch vor den Sommerferien in Präsenz folgen. Alternativ bzw. zusätzlich werden wir aber auch die digitalen Formate weiter nutzen.

Außerdem wird die MINISTRANTENFAHRT in der letzten Woche der Sommerferi-en vom 1. - 6. AUGUST 2021 in die Jugendherberge Köriser See wie geplant stattfinden. Um eine sichere Durchführung der Fahrt zu gewährleisten, wurde ein Hygienekonzept, basierend auf den staatlichen Vorgaben, erarbeitet. Dies sieht neben Regelungen und Maßnahmen zu Abständen und Hygiene auch eine Testpflicht vor er Abfahrt vor.

Nach den Sommerferien soll dann auch die im letzten Herbst begonnene Ministrantenausbildung fortgesetzt werden. Die Erstkommunionkinder des diesjährigen Jahres, die im September ihre Erstkommunion erhalten werden, werden in diesen Kurs mit integriert.

Wir möchten euch aber auch weiterhin zu eurem Schutz und zu dem eurer Mitmenschen bitten, verantwortungsvoll mit der derzeitigen Situation umzu-gehen, damit wir uns als Gemeinschaft sicher bald wiedersehen können. Wir freuen uns auf euch!

Die Ministrantinnen und Ministranten

Kolpingtermine (HEJ)

Z. Zt. finden keine Veranstaltungen statt.

KLEINES ARCHIV

Regelungen für die Feier von Gottesdiensten in Herz Jesu und St. Judas Thaddäus

Für die Feier von Gottesdiensten sind Maßnahmen zum Schutz vor Anste-ckung mit dem Coronavirus erforderlich. Den folgenden Regelungen liegt das Schutzkonzept für die Feier von Gottesdiensten im Erzbistum Berlin zugrunde.
+ Menschen mit Erkältungssymptomen, insbesondere trockenem Husten, Fieber oder Halsschmerzen, verzichten auf die Teilnahme am Gottes-dienst.
+ Wenn irgend möglich tragen Sie bitte einen textilen Schutz vor Mund und Nase (Maske), um die Ansteckungsgefahr zu verringern.
+ Beim Betreten der Kirche desinfizieren Sie bitte gründlich Ihre Hände.
+ Alle Teilnehmenden am Gottesdienst tragen sich in Anwesenheitslisten mit Namen, Anschrift und Telefonnummer ein. Die Daten werden vier Wochen in unserer Gemeinde aufbewahrt und können ausschließlich von der zuständigen Behörde abgerufen werden. Nach Ablauf der Aufbewah-rungsfrist wird die Anwesenheitsliste gelöscht bzw. vernichtet.
+ Der Abstand zwischen zwei Personen muss immer mindestens 1,50 Me-ter betragen. In unseren beiden Kirchen setzen Sie sich dazu bitte auf die mit einem „X“ markierten Plätze. Das „X“ sollte sich auf der Ablage vor Ihrem Platz befinden. Der Abstand von 1,50 Meter gilt auch beim Gang zur Kommunion, die nur als Handkommunion gereicht wird, beim Anzünden der Opferkerzen und beim Betreten und Verlassen der Kirche.
+ Es darf kein Körperkontakt stattfinden, daher keine Handreichung beim Friedensgruß. Die Kollekte wird mit dem Klingelbeutel (HEJ) bzw. mit auf-gestellten Körben am Ausgang (JTH) eingesammelt.
+ Die Höchstzahl der Teilnehmenden am Gottesdienst richtet sich nach der Größe der Kirche, sodass stets ein Abstand von 1,50 Metern gewährleistet ist. Eine Anmeldung oder Reservierung von Plätzen ist nicht möglich.
+ Es wird nicht gesungen (Vermeidung des erhöhten Ausstoßes von Tröpf-chen). Gesangbücher können nicht zur Verfügung gestellt werden.
+ Vor, während und nach dem Gottesdienst wird die Kirche gelüftet, um ei-nen Luftaustausch im Innenraum zu ermöglichen.
+ In den Kirchen stehen Helferinnen und Helfer zur Verfügung. Wir bitten dringend, deren Anweisungen zu folgen.
Diese Reglungen entsprechen dem Stand vom 19. Juni 2020. Sobald neue oder geänderte Regelungen und Maßnahmen für Berlin vereinbart werden, werden diese an unseren Kirchen ausgehangen und auf unserer Internetseite veröffentlicht. Das Schutzkonzept des Erzbistums Berlin zur Feier von Gottes-diensten ist in den Schaukästen unserer Kirchen und auf der der Internetseite des Erzbistums Berlin veröffentlicht.

Karwoche 2020 St. Judas Thaddäus

Rückblick auf die Karwoche 2020

Nach einer sehr ruhigen Fastenzeit, in der wir seit dem 3. Fastensonntag keine Gottesdienste in der gewohnten Form und Regelmäßigkeit feiern durf-ten, gingen wir mit vielen Gedanken und Überlegungen in die Vorbereitungen der Kar- und Ostertage.
Und so wurde beschlossen, dass unsere beiden Kirchen an jedem der Tage für mehrere Stunden geöffnet werden und im Rahmen der noch möglichen liturgischen Möglichkeiten und je nach Symbolik optisch und ggf. akkustisch ausgestaltet werden, so dass die „Geschichte“ beginnend vom Einzug in Jerusalem über das Gedenken ans Letzte Abendmahl, das Gebet am Ölberg über Verhaftung, Kreuzigung und Grabesruhe hin zur triumphalen Auferste-hung am Ostermorgen sicht- und begreifbar wird.
Im stillen Gebet hatten die Besucher der Kirchen Gelegenheit, sich individuell im stillen Gebet mit dem Leidensweg Jesu auseinanderzusetzen und sich so auf Jesu Auferstehung vorzubereiten und auch über das eigene Leben nachzudenken.
Die Dramatik, die die Kartage sowieso mit sich bringen, wurde aufgrund der ungewissen, unangenehmen und zudem vor allem ungewohnten Situation noch gesteigert. Eine Rückkehr zur Normalität schien in weiter Ferne. Vor allem die Leere im Altarraum am Karsamstag und die Hoffnung auf Besse-rung – symbolisiert durch eine einzelne brennende Kerze – blieben in Erin-nerung und ließen die Eindrücke noch schmerzhaft erscheinen.
Überwiegend gab es viel Dankbarkeit, dass die Türen der Kirchen geöffnet waren und diese einmalige Gelegenheit und Form zum Begehen der Kar-woche möglich war. Vielfach feierten die Besucher die Gottesdienste zuhau-se am Bildschirm per Livestream und brachten anschließend ihr persönli-ches Gebet in der geöffneten Kirche dar. So wurde die Kirche zu einem Ort der der Stille und der inneren Einkehr, fernab vom Alltagsstress draußen. Spaziergänger, die zufällig vorbei kamen, wagten einen Blick hinein und äußerten zudem auch die Freude darüber, dass die Kirchen, die sonst immer nur zu seien und von außen so beeindruckend aussähen, nun „endlich mal offen wären“.
Einen herzlichen Dank an alle, die sich Gedanken gemacht haben, ob, wann und wie die Tage gestaltet werden, sich an der Durchführung beteiligten und ihre Ideen eingebracht haben.

Nicolas Franz

60 Jahre St. Judas Thaddäus

PROGRAMM
Mi, 04.09.19
18:00 Uhr Kirchenführung des Erzbistums Berlin
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Do, 05.09.19
18:00 Uhr Gebetsstunde um geistliche Berufungen
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Fr, 06.09.19
17:00 Uhr Beichtgelegenheit
17:30 Uhr Rosenkranzgebet
18:00 Uhr Hl. Messe
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Sa, 07.09.19 – Tag des offenen Denkmals
15:30 Uhr Orgelführung und Orgelmusik
16:30 Uhr Kirchenführung
Offene Kirche: 15:00 – 18:00 Uhr

So, 08.09.19 – Tag des offenen Denkmals
10:45 Uhr Hl. Messe mit Ministrantenaufnahme
13:00 Uhr Hl. Messe der ghanaischen Gemeinde
in Englisch und Twi
15:30 Uhr Kirchenführung
16:30 Uhr Orgelführung und Orgelmusik
17:30 Uhr Kirchenführung
Offene Kirche: 09:30 – 19:00 Uhr

Mo, 09.09.19
18:00 Uhr Kurzandacht
(Angelus-Gebet und
Litanei zum Hl. Judas Thaddäus)
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Di, 10.09.19
18:00 Uhr Rosenkranzandacht
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Mi, 11.09.19
18:00 h: Bittandacht
zum Hl. Judas Thaddäus
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Do, 12.09.19 – Tag der Kirchweihe (12.09.1959)
18:00 Uhr Kirchweihvesper
mit der Choralschola
St. Judas Thaddäus
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Fr, 13.09.19
17:00 Uhr Beichtgelegenheit
17:30 Uhr Rosenkranzgebet
18:00 Uhr Hl. Messe
19:00 Uhr Spieleabend (im Pfarrsaal,
Zugang über Bäumerplan 7)
Offene Kirche: 17:00 – 19:00 Uhr

Sa, 14.09.19
17:00 Uhr Vesper in der Christkönigskapelle
des St. Joseph Krankenhauses
(Zugang über Bäumerplan 24)
Offene Kirche: 15:00 – 16:30 Uhr

So, 15.09.19 – 60. Kirchweihfest
11:00 Uhr Festmesse
mit der ghanaischen Gemeinde
und parallelem Kindergottesdienst
(Begleitung: Orgel und Chor
der ghanaischen Gemeinde)

Wiedereröffnung von Herz Jesu April 2019

JUBELFEIER zur WIEDERERÖFFNUNG von HERZ JESU

O lass im Hause dein uns all geborgen sein.

Endlich öffneten sich am 23. Februar 2019 die Türen unserer neu gestalteten und renovierten Pfarrkirche wieder für alle.

Deo gratias!

Kaum eingetreten beeindruckte die unerwartete Helligkeit, stachen Schönheit und Glanz der vertrauten Flügelaltäre - z.T. an veränderter Stelle - ins Auge, fiel der Blick staunend auf 3 ganz neue Elemente aus Porphyr, einem nahezu sandfarbenen Lavagestein mit je eigenem „Feuer". Dies sind der Stein des Taufbeckens in der Marienkapelle, der Ambo, nun auf einer Altarstufe links postiert und der Altarstein selbst.

Von festlichen Orgelklängen begleitet zogen Weihbischof Matthias Heinrich, fünf Priester, Diakon und Ministrantinnen und Ministranten in stattlicher Zahl ein, und die voll besetzte Kir-che hallte vom Lobgesang wieder: „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land ..."

Herzlich begrüßte Pfarrer Schlosser Mitbrüder, Gäste und Festgemeinde. Der Weihbischof äußerte seine Freude, nun die Weihehandlungen vorzunehmen und mit uns Eucharistie zu feiern. Zuerst segnete er den Taufstein, Ort geschenkter Gotteskindschaft, dann den Ambo, von dem künftig das Wort Gottes verkündet wird. Die Weihe des Altarsteins begann mit der Einmauerung eines Kästchens mit Reliquien, wozu alle Kinder nach vorn eingeladen wurden. Manch Erwachsener erlebte diese seltene und feierliche Zeremonie auch zum 1. Male. Unter Gebeten begoss, ja salbte Mattias Heinrich dann den Altartisch mit Chrisam, einem geweih-ten Öl, stellte an alle Ecken Kerzen und entzündete sie mit dem Licht der Osterkerze. Auf-steigende Rauchschwaden ließen an alttestamentliches Opfern denken, das mit Jesu Opfer-tod für immer überholt war und bleibt. Schließlich bereiteten Ministranten den ‚Tisch des Bro-tes‘ mit weißen Tüchern, Leuchtern, Kreuz und Messbuch für die weitere Eucharistiefeier vor.

Zum Sanctus und Agnus Dei erklangen ausgesucht schöne Solostücke aus der deutschen Messe von Lothar Graap, gesungen von Tenor Karol Bettley, zum Auszug ein barocker Marsch von J. Clarke, dargeboten von Hornist J. Schulte, beide professionell begleitet von unserem Organisten W. Wrede. Man hörte förmlich seine Freude, der frisch gestimmten Or-gel festliche Klänge zu entlocken. Nach der Kommunion wurde der Tabernakel, nun an un-gewohntem Ort, neben der Sakristeitür, gesegnet, ehe er das Allerheiligste aufnahm. Das Ewige Licht darüber konnte neu entzündet werden.

Nach dem Segen wurden die Kinder, die prima durchgehalten haben, ins Gemeindezentrum vorausgeschickt. Unser KV-Mitglied Herr Wagenaar trat - eine Riesenglühbirne in der Hand - an den Ambo und leitete seine Dankrede wie folgt ein: „Mit dieser 1000-Watt-Glühbirne fing alles an…"

Monatelang rauchten kluge Köpfe, um zu entscheiden, welche Reparaturen außer der Licht-anlage unumgänglich, welche wichtig und bezahlbar wären, findige Fachleute ersonnen cle-vere technische Lösungen und fleißige Handwerker verschiedenster Gewerke setzten das Nötige um. Allein die Aufzählung aller Mit- und Zuarbeiter machte schwindelig, keiner sollte vergessen werden. Herr Wagenaar dankte jedem Einzelnen aufrichtig für dessen Beitrag, der zum Gelingen des Gesamtwerkes beigetragen hat. Wir, die Gemeinde, stimmten dem dankbaren Herzens mit Applaus zu. Stellvertretend für alle Akteure überreichte er später Herrn Marcus Nitschke vom Büro D:4 den 1000-Watt ‚corpus delicti‘!

Nun hatten auch Gäste und Gemeindemitglieder eine Atempause nötig und leibliche Stär-kung im Gemeindehaus verdient, welche auch unser Weihbischof gern annahm. Gegen 14.00 Uhr bestand das Angebot, sich von den Architekten Lutzenberger + Lutzenberger selbst durch die Kirche Herz Jesu führen zu lassen. Sie ließen uns teilhaben an ihren ers-ten Ideen und konzeptionellen Überlegungen, an kleinen und großen Überraschungen, wel-che erst während des Umbaus auftraten und weckten auf diese Weise noch tiefere Wert-schätzung für die zahlreichen Kostbarkeiten in unserer Kirche.

Wer mochte, konnte sich bei Kaffee und Kuchen unterhalten oder bei den Kindern vorbei-schauen, bis gegen 16.00 Uhr zur abschließenden Vesper geläutet wurde. In seiner An-sprache zitierte Diakon Markgraff-Kosch die Antwort Jesu auf die Frage der Jünger: „Herr, wo wohnst du?" Sie lautete ja: „Kommt und seht." Mit eben diesen Worten bitte ich all jene, die nicht an der Wiedereinweihungsfeier teilnehmen konnten: „Kommt und seht - selbst!“

M. Fleischer (stellvertr. PGR-Vorsitzende)