Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu und St. Judas Thaddäus Berlin-Tempelhof

Pfarrmagazin

Unser Pfarrmagazin erscheint monatlich.
Die Gesamtausgabe mit den Werbeanzeigen finden Sie vorläufig nur in der gedruckten Version, die kostenlos an den Schriftenständen unserer Kirchen ausliegt.

Interessiert an Mitarbeit? Nur zu! Mailen Sie der Pfarrei. Adresse siehe "Kontakt". Wir würden uns sehr freuen. Es muß nicht regelmäßig sein. Wenn Sie einen Beitrag für interessant halten und für Ihr Pfarrmagazin etwas aufbereiten, reicht das schon. Es muß auch nicht immer lustig sein, ganz wie im richtigen Leben.

Ausgabe Juli / August 2020

Vorwort von Pfarrer B. Schlosser

Liebe Gemeinde!

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wenn wir an diesen Sommer mit seinen Möglichkeiten, Urlaub zu verbringen, denken, trifft das wohl besonders zu. Aber seien wir ehrlich: Viele von uns können verreisen; und auch in anderen Jahren gab es immer Men-schen, die sich aufgrund von Arbeitslosigkeit, Krankheiten oder Erkrankung von Familienangehörigen plötzlich neue Formen der Erholung suchen mussten. Dass in diesem Jahr viele nach Alternativen suchen müssen, erleichtert doch die Situation, denn niemand ist alleine mit dieser Überlegung.
So gibt es Anregungen, nicht nur im eigenen Garten zu verweilen, sondern in der Region Neues zu entdecken. Ich habe mir den ersten Stadtführer von Berlin gekauft, als ich das erste Mal Besuch von außerhalb bekommen habe. Viele Millionen Touristen kommen jedes Jahr in die Region. Haben Sie schon alle Sehenswürdigkeiten gese-hen, die diese ansteuern?
Oder hätten Sie Lust, selber zum Besichtigungsbegleiter zu werden? Unsere Kirchen haben Dinge zu bieten, die so mancher Museums-besitzer seinen Besuchern gerne zeigen würde. Wir müssen sie nur selber sehen und sie uns erarbeiten, um sie anderen zeigen zu können. Und in manchen Ecken lässt sich plötzlich Gott selber finden.
Allen einen guten Sommer; egal wie Sie ihn verbringen.

Ihr Pfarrer B. Schlosser

L i t f a s s s ä u l e

- Zu entdecken: Berlins katholische Sakralbauten
Erneut zeigen verschiedene Kirchenführer interessante Sakralbauten im Berliner Raum. Regulär finden die Führungen am ersten Mittwoch des Monats um 18.00 Uhr statt (Änderungen sind angegeben). Die Führungen sind kostenfrei, um Spenden wird gebeten. Verantwortlich für das Programm ist Konstantin Manthey: Telefon (030) 2830950, manthey@katholische-akademie-berlin.de
1. Juli: St. Marien, Biesenthal, Bahnhofstr. 162, 16359 Biesenthal
5. August: St. Peter und Paul, Potsdam, Am Bassin 2, 14467 Potsdam

- Kirchenöffnung Herz Jesu:
Jeden Freitag von 17.00 bis 18.00 Uhr
jeden Dienstag von 10.00 bis 11.00 Uhr

- Kirchenöffnung St. Judas Thaddäus
Jeden Mittwoch von 18.00 bis 19.00 Uhr

- Laib und Seele Lebensmittelausgabe:
Immer Dienstag von 14.00 bis 15.00 Uhr in der evangelischen Rundkirche am Wolffring.
Achtung:
Ab dem 09.06.2020 gibt die Ausgabestelle Laib und Seele wieder Lebensmittel aus, aufgrund der besonderen Zeiten jedoch in etwas veränderter Form:
Es werden vorgefertigte Lebensmittel-Tüten ausgegeben.
Spendenkonto für Laib und Seele:
Evang. Paulus Kirchengemeinde Tempelhof, Stichwort: Laib und Seele
Postbank Berlin, IBAN: DE44 1001 0010 0051 1401 00


- Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken
Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro. Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Kinderseite - Rätsel

Liebe Rätselfreunde, liebe Kinder!
Auflösung aus Juni: 1) Wie viele Juden ließen sich auf die Pilgerpredigt des hl. Petrus hin taufen? = 3.000; 2) Zu welchem Festkreis gehört das Pfingstfest? = zum Osterfestkreis; 3) Welches Fest feiert die Kirche am Sonntag nach Pfingsten? = das Herz-Jesu-Fest; 4) Zählen zu den sieben Gaben des heiligen Geistes: = Weisheit, Stärke, Furcht des Herrn; 5) Wie kündigt sich die Erscheinung des Hl. Geistes an = durch einen heftigen Sturm.

Auflösung im September 2020

1) Was bedeutet das Wort „Christus“?
A: griechisch = Gesalbter?
B: von Kristall = der Leuchtende?
C: Nachname von Jesu Familie?

2) Wie lautet der andere Name für das Paradies?
A: Eden?
B: Gloria?
C: Babylon?

3) Wie heißt ein liturgischer Umzug, meist außerhalb der Kirche?
A: Bittgang?
B: Prozession?
C: Wallfahrt?

4) An welchem Fest feiern die Christen die Auferstehung von Jesus Christus:
A: Pfingsten?
B: Fasching?
C: Ostern?

5) Scherzfragen:
Einige Monate haben 30 Tage, andere 31 Tage. Wie viele Monate haben
28 Tage?
Welcher Vogel kann seinen eigenen Namen rufen?
Was sitzt faul in der oberen rechten Ecke und reist doch um die Welt?
(Quelle: Raetseldino.de)

Gebetsmeinung Papst Franziskus´ August 2020

Gebetsmeinung des Papstes für den Monat August 2020

Evangelisation - Die Weltmeere
Wir beten für alle, die auf den Weltmeeren arbeiten und davon leben, unter anderem für Matrosen, Fischer und für ihre Familien.

Krankenkommunion

KRANKENKOMMUNION
KRANKENKOMMUNION Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken

Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro.
E-Mail und Telephon siehe "Kontakt"

Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Kinderkirche Familienkirche

Kinderkirche  Familienkirche

Herzliche Einladung zum Familiengottesdienst

mit paralleler Kinderkirche

Jeden 1. Sonntag im Monat um 10.45 Uhr
in St. Judas Thaddäus
(Bäumerplan 1-5, 12101 Berlin)

Anschließend herzliche Einladung zum Frühschoppen:
Gemeinsam frühstücken, Kaffee trinken und Kuchen essen im Pfarrsaal.

Das Frühschoppenteam bereitet alles vor. Es nimmt gerne Anregungen entgegen und freut sich über jede Unterstützung - in welcher Form auch immer (Kontakt: Frau Schukowski, Tel. 0174-1620012).

Und: Generell werden fleißige Hände benötigt. Coole Veranstaltung, aber es muß auch einer machen...

Die nächsten Termine:
vorerst keine weiteren Termine aufgrund der Corona-Krise

Ungeahnte Herausforderungen

Seit Monaten zwingt ein winziges Virus nahezu jeden Erdenbürger zu radikalem Nach- und Umdenken, bringt „Corona" unser gewohntes Leben ins Wanken, z.T. zu abruptem Stillstand.
Wie eine rote Ampel - nur, dass die Grünphase einfach ausbleibt. Fachleuten zufolge werden wir uns auf einen Marathonlauf einstellen müssen, so dass es ratsam scheint, geduldig und vorsichtig mit der bedrohlichen Pandemie leben zu lernen. Eine Herausforderung, die unsere Verwundbarkeit offenlegt, worauf vielfach mit Abwehr und Angst reagiert wird.
Auf wen und worauf ist noch Verlass? Eine Antwort spricht aus dem Lied:
„Du bist mein Zufluchtsort, ich berge mich in deiner Hand, denn du schützt mich Herr, wann immer mich Angst umfängt ..."

Wie sollen Mann, Frau und Kind ohne familiäre Nähe auskommen? Eigentlich absurd, dass Enkel ihre Großeltern nicht umarmen, engste Verwandte ihrem sterbenden Angehörigen nicht tröstend beistehen dürfen. Zu allem Unglück die Absage der Gottesdienste, dem eucharistischen Gemeinschaftserleben.
Alles abgesagt? Keineswegs: warme Frühlingssonne, Hilfsbereitschaft Fremden gegenüber, Kreativität auf allen Gebieten, oder einfach auf dem Balkon dem Vogelgezwitscher lauschen u.v.m. sind nicht abgesagt. Und weder Gebet, Fürbitte noch Liebe sind limitiert noch an Bedingungen oder Orte gebunden. (vgl. Joh. 3,23 f) Gottes Zusagen stehen felsenfest.

Der ungekannte Verzicht auf ‚face to face´-Messfeiern ließ mich die Fasten- und Passionszeit in seltener Eindringlichkeit wahrnehmen. Schmerzlich vermisste ich die Liturgie der Osternacht mit Tauferneuerung und österlichem Jubelgesang aus hunderten von Kehlen.

Seit dem 9. Mai dürfen endlich 50 Gläubige - unter Einhaltung behördlicher Auflagen - wieder der Einladung folgen: „Kommt alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken" und in Herz Jesu wie St. Judas Thaddäus zu gewohnten Zeiten hl. Messe mitfeiern. Helfer unterstützen bei der praktischen Umsetzung.

Ein Letztes: Ihr und mein Lobpreis, unser Bitten und Danken für Leben und Gnaden gelangen - selbst hinter einem Mundschutz geflüstert - direkt zum Auferstandenen, der uns auch in Corona-Zeiten den Beistand und Tröster sendet.
M. Fleischer

Kolpingtermine (HEJ)

Termine sind vorerst bis 30.09.2020
a b g e s a g t .





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KLEINES ARCHIV

St. Judas Thaddäus: Rückblick auf die Karwoche 2020

Rückblick auf die Karwoche 2020

Nach einer sehr ruhigen Fastenzeit, in der wir seit dem 3. Fastensonntag keine Gottesdienste in der gewohnten Form und Regelmäßigkeit feiern durf-ten, gingen wir mit vielen Gedanken und Überlegungen in die Vorbereitungen der Kar- und Ostertage.
Und so wurde beschlossen, dass unsere beiden Kirchen an jedem der Tage für mehrere Stunden geöffnet werden und im Rahmen der noch möglichen li-turgischen Möglichkeiten und je nach Symbolik optisch und ggf. akustisch ausgestaltet werden, so dass die „Geschichte“ beginnend vom Einzug in Je-rusalem über das Gedenken ans Letzte Abendmahl, das Gebet am Ölberg über Verhaftung, Kreuzigung und Grabesruhe hin zur triumphalen Auferste-hung am Ostermorgen sicht- und begreifbar wird.
Im stillen Gebet hatten die Besucher der Kirchen Gelegenheit, sich individuell im stillen Gebet mit dem Leidensweg Jesu auseinanderzusetzen und sich so auf Jesu Auferstehung vorzubereiten und auch über das eigene Leben nachzudenken.
Die Dramatik, die die Kartage sowieso mit sich bringen, wurde aufgrund der ungewissen, unangenehmen und zudem vor allem ungewohnten Situation noch gesteigert. Eine Rückkehr zur Normalität schien in weiter Ferne. Vor al-lem die Leere im Altarraum am Karsamstag und die Hoffnung auf Besserung – symbolisiert durch eine einzelne brennende Kerze – blieben in Erinnerung und ließen die Eindrücke noch schmerzhaft erscheinen.
Überwiegend gab es viel Dankbarkeit, dass die Türen der Kirchen geöffnet waren und diese einmalige Gelegenheit und Form zum Begehen der Karwo-che möglich war. Vielfach feierten die Besucher die Gottesdienste zuhause am Bildschirm per Livestream und brachten anschließend ihr persönliches Gebet in der geöffneten Kirche dar. So wurde die Kirche zu einem Ort der der Stille und der inneren Einkehr, fernab vom Alltagsstress draußen. Spa-ziergänger, die zufällig vorbei kamen, wagten einen Blick hinein und äußerten zudem auch die Freude darüber, dass die Kirchen, die sonst immer nur zu seien und von außen so beeindruckend aussähen, nun „endlich mal offen wären“.
Einen herzlichen Dank an alle, die sich Gedanken gemacht haben, ob, wann und wie die Tage gestaltet werden, sich an der Durchführung beteiligten und ihre Ideen eingebracht haben.

Nicolas Franz

Wiedereröffnung von Herz Jesu April 2019

JUBELFEIER zur WIEDERERÖFFNUNG von HERZ JESU

O lass im Hause dein uns all geborgen sein.

Endlich öffneten sich am 23. Februar 2019 die Türen unserer neu gestalteten und renovierten Pfarrkirche wieder für alle.

Deo gratias!

Kaum eingetreten beeindruckte die unerwartete Helligkeit, stachen Schönheit und Glanz der vertrauten Flügelaltäre - z.T. an veränderter Stelle - ins Auge, fiel der Blick staunend auf 3 ganz neue Elemente aus Porphyr, einem nahezu sandfarbenen Lavagestein mit je eigenem „Feuer". Dies sind der Stein des Taufbeckens in der Marienkapelle, der Ambo, nun auf einer Altarstufe links postiert und der Altarstein selbst.

Von festlichen Orgelklängen begleitet zogen Weihbischof Matthias Heinrich, fünf Priester, Diakon und Ministrantinnen und Ministranten in stattlicher Zahl ein, und die voll besetzte Kir-che hallte vom Lobgesang wieder: „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land ..."

Herzlich begrüßte Pfarrer Schlosser Mitbrüder, Gäste und Festgemeinde. Der Weihbischof äußerte seine Freude, nun die Weihehandlungen vorzunehmen und mit uns Eucharistie zu feiern. Zuerst segnete er den Taufstein, Ort geschenkter Gotteskindschaft, dann den Ambo, von dem künftig das Wort Gottes verkündet wird. Die Weihe des Altarsteins begann mit der Einmauerung eines Kästchens mit Reliquien, wozu alle Kinder nach vorn eingeladen wurden. Manch Erwachsener erlebte diese seltene und feierliche Zeremonie auch zum 1. Male. Unter Gebeten begoss, ja salbte Mattias Heinrich dann den Altartisch mit Chrisam, einem geweih-ten Öl, stellte an alle Ecken Kerzen und entzündete sie mit dem Licht der Osterkerze. Auf-steigende Rauchschwaden ließen an alttestamentliches Opfern denken, das mit Jesu Opfer-tod für immer überholt war und bleibt. Schließlich bereiteten Ministranten den ‚Tisch des Bro-tes‘ mit weißen Tüchern, Leuchtern, Kreuz und Messbuch für die weitere Eucharistiefeier vor.

Zum Sanctus und Agnus Dei erklangen ausgesucht schöne Solostücke aus der deutschen Messe von Lothar Graap, gesungen von Tenor Karol Bettley, zum Auszug ein barocker Marsch von J. Clarke, dargeboten von Hornist J. Schulte, beide professionell begleitet von unserem Organisten W. Wrede. Man hörte förmlich seine Freude, der frisch gestimmten Or-gel festliche Klänge zu entlocken. Nach der Kommunion wurde der Tabernakel, nun an un-gewohntem Ort, neben der Sakristeitür, gesegnet, ehe er das Allerheiligste aufnahm. Das Ewige Licht darüber konnte neu entzündet werden.

Nach dem Segen wurden die Kinder, die prima durchgehalten haben, ins Gemeindezentrum vorausgeschickt. Unser KV-Mitglied Herr Wagenaar trat - eine Riesenglühbirne in der Hand - an den Ambo und leitete seine Dankrede wie folgt ein: „Mit dieser 1000-Watt-Glühbirne fing alles an…"

Monatelang rauchten kluge Köpfe, um zu entscheiden, welche Reparaturen außer der Licht-anlage unumgänglich, welche wichtig und bezahlbar wären, findige Fachleute ersonnen cle-vere technische Lösungen und fleißige Handwerker verschiedenster Gewerke setzten das Nötige um. Allein die Aufzählung aller Mit- und Zuarbeiter machte schwindelig, keiner sollte vergessen werden. Herr Wagenaar dankte jedem Einzelnen aufrichtig für dessen Beitrag, der zum Gelingen des Gesamtwerkes beigetragen hat. Wir, die Gemeinde, stimmten dem dankbaren Herzens mit Applaus zu. Stellvertretend für alle Akteure überreichte er später Herrn Marcus Nitschke vom Büro D:4 den 1000-Watt ‚corpus delicti‘!

Nun hatten auch Gäste und Gemeindemitglieder eine Atempause nötig und leibliche Stär-kung im Gemeindehaus verdient, welche auch unser Weihbischof gern annahm. Gegen 14.00 Uhr bestand das Angebot, sich von den Architekten Lutzenberger + Lutzenberger selbst durch die Kirche Herz Jesu führen zu lassen. Sie ließen uns teilhaben an ihren ers-ten Ideen und konzeptionellen Überlegungen, an kleinen und großen Überraschungen, wel-che erst während des Umbaus auftraten und weckten auf diese Weise noch tiefere Wert-schätzung für die zahlreichen Kostbarkeiten in unserer Kirche.

Wer mochte, konnte sich bei Kaffee und Kuchen unterhalten oder bei den Kindern vorbei-schauen, bis gegen 16.00 Uhr zur abschließenden Vesper geläutet wurde. In seiner An-sprache zitierte Diakon Markgraff-Kosch die Antwort Jesu auf die Frage der Jünger: „Herr, wo wohnst du?" Sie lautete ja: „Kommt und seht." Mit eben diesen Worten bitte ich all jene, die nicht an der Wiedereinweihungsfeier teilnehmen konnten: „Kommt und seht - selbst!“

M. Fleischer (stellvertr. PGR-Vorsitzende)