Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu und St. Judas Thaddäus Berlin-Tempelhof

Pfarrmagazin

Unser Pfarrmagazin erscheint monatlich.
Die Gesamtausgabe mit den Werbeanzeigen finden Sie vorläufig nur in der gedruckten Version, die kostenlos an den Schriftenständen unserer Kirchen ausliegt.

Interessiert an Mitarbeit? Nur zu! Mailen Sie der Pfarrei. Adresse siehe "Kontakt". Wir würden uns sehr freuen. Es muß nicht regelmäßig sein. Wenn Sie einen Beitrag für interessant halten und für Ihr Pfarrmagazin etwas aufbereiten, reicht das schon. Es muß auch nicht immer lustig sein, ganz wie im richtigen Leben.

Ausgabe Dezember 2020

Pfarrbrief - Editorial Pfarrer Arduino Marra

Liebe Schwestern und Brüder,

mit dem ersten Adventssonntag hat das neue liturgische Jahr begonnen. Diese geprägte Zeit hat das Ziel, die Christen auf die Begegnung mit dem Herrn vorzubereiten. Bis zum 16. Dezember liegt der Akzent der Lesungen in den Gottesdiensten auf der endgültigen Rückkehr des Herrn. Bekanntlich stammt das Wort „Advent“ vom lateinischen „adventus“, was so viel wie „Ankunft, Ereignis“ bedeutet. Ja, viele schmerzliche und einschneidende Ereignisse haben dieses Jahr bislang geprägt, angefangen mit den heftigen Bränden in Australien über den Ausbruch der Pandemie, die sich weltweit und bis zum heutigen Tag ausgebreitet hat, bis hin zu den Erdbeben und den zahlreichen Terroranschlägen in Europa, Gewalttaten in den Vereinigten Staaten, Kriegen in den unterschiedlichsten Kontinenten. Auch im unmittelbaren Umfeld haben wir Einschränkungen, Veränderungen und Leid zu spüren bekommen. Von solchen Szenarien ist auch in den Bibelstellen die Rede, die uns zur Meditation am Anfang der Adventszeit gegeben werden.
Was ist der Zweck einer solchen Leseordnung? Sollen wir denn in Angst und Furcht leben, bis Gott uns irgendwann einmal zu sich ruft? Die Absicht Jesu war vermutlich eine ganz andere: in seinen Zuhörenden die Bereitschaft zu entfachen, in Wachsamkeit und Freude dem Herrn entgegen- zugehen, der schon einmal auf Erden in Menschengestalt kam und dessen Ankunft wir zu Weihnachten gedenken und feiern, der sicherlich, wie er selbst gesagt hat, einst wieder kommen wird, und der immer wieder in unserem Alltag uns aufsucht. Diese Zeit möchte in uns nicht den verführerischen Hang nach Rückzug bestärken. Sie ist vielmehr die Aufforderung, uns in Bewegung zu setzen. Und wenn es nicht äußerlich, körperlich geht, weil Vorsicht und Distanz die Ansteckungsgefahr mindern sollen, geht es bestimmt innerlich, geistig und geistlich. Wir feiern zu Weihnachten nicht nur die Erinnerung an die Geburt Jesu, Gottessohn; wir erwarten nicht nur seine Wiederkunft in Herrlichkeit; wir spähen nach seiner Anwesenheit im Verborgenen aus, in unserem Nächsten in der Familie, in der Verwandtschaft, auf Arbeit, in unserem Kiez.
Wenn nun Gewohntes in dieser Advents- und Weihnachtszeit erst einmal wegbricht, vertraute Traditionen und Bräuche nicht möglich sein werden, so sind wir alle aufgerufen, auf andere Weise unsere Erwartung auf die Begegnung mit Jesus zu gestalten und nicht den bequemeren Weg zu wählen. Gott hat immer wieder seinem Volk neue Wege eröffnet - gerade dann, wenn die Situation aussichtslos oder unüberwindbar zu sein schien. Die im Weihnachtsgeschehen erfüllte Verheißung, dass Gott da ist, gilt auch für uns heute. Machen wir uns auf den Weg zu Gott!

An dieser Stelle möchte ich gleich einige Hinweise und Informationen bezüglich der Weihnachtsfeiern geben. Die Gottesdienste werden zwar zu den üblichen Zeiten stattfinden. Um zu vermeiden, dass am Vorabend und an den Feiertagen sich vor der Tür Schlangen bilden bzw. unschöne Diskussionen stattfinden oder gar Gläubige nach Hause geschickt werden müssen, hat der PGR zusammen mit mir eine Form der Anmeldung organisiert. (Vielen Dank hier an alle, die sich mit der Sache beschäftigt und viel Zeit und Fleiß dafür investiert haben!)
Für die Messen am Wochenende wird ab sofort eine Anmeldung eingerichtet: per online über unsere Homepage, telefonisch über unser Pfarrbüro oder schriftlich durch die ausgeteilten Bögen, die dann im Büro abgegeben werden können. Beachten Sie bitte, dass die Anmeldung bis zum Freitag vor dem Wochenende erfolgen muss. Die Anmeldung ist nur für die Gottesdienste in der Weihnachtszeit verpflichtend.
Voraussichtlich werden nicht alle an den geplanten Liturgien teilnehmen können. Wir bitten um Verständnis und verweisen auf die Möglichkeit, die Angebote in den Medien (Fernsehen, Rundfunk, Internet etc.) zu nutzen.

Bewegung hat es auch im Rahmen des Entwicklungsprozesses in unserem pastoralen Raum gegeben
Ich bin froh, dass der Pastoralausschuss bei seiner letzten Zusammenkunft am 28. Oktober das Pastoralkonzept verabschieden konnte. Zugleich wurde das Votum für das Patrozinium und für die Pfarrkirche gegeben. Die künftige Pfarrei soll unter dem Schutz und der Fürsprache des Hl. Johannes XXIII. stehen, d.h. des Papstes, der die Notwendigkeit eines „aggiornamento“ der Kirche erkannte und das Zweite Vatikanische Konzil einberief. Als zentrale Verortung der Pfarrei soll die Kirche Herz Jesu mit dem Gemeindekomplex dienen. Das ist zum einen eine große Ehre, zum anderen eine große Herausforderung.

Gerade die ungewöhnliche Situation und die schwierigen Umstände erlauben uns, tiefer und existenzieller die Weihnachtsgeschichte nachzuempfinden. Josef und Maria hatten sich auch dem Gesetz des Kaisers beugen, sich auf den Weg machen, Unannehmlichkeiten auf sich nehmen müssen. Genau unter solchen Bedingungen ist Gott Mensch geworden.

Ich wünsche uns allen segensreiche Adventszeit, in tiefem Glauben gelebte Weihnachtstage, beständigen Frieden, der mit Jesu Anwesenheit kommt, und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ihr

Pfr. Arduino Marra

L i t f a s s s ä u l e

- Zu entdecken: Berlins katholische Sakralbauten
Erneut zeigen verschiedene Kirchenführer interessante Sakralbauten im Berliner Raum. Regulär finden die Führungen am ersten Mittwoch des Monats um 18.00 Uhr statt (Änderungen sind angegeben). Die Führungen sind kostenfrei, um Spenden wird gebeten. Verantwortlich für das Programm ist Konstantin Manthey: Telefon (030) 2830950, manthey@katholische-akademie-berlin.de

4. November: St. Johannes Basilika Berlin-Neukölln
Lilienthalstraße 5, 10965 Berlin


- Kirchenöffnung Herz Jesu:
Jeden Freitag von 17.00 bis 18.00 Uhr
jeden Dienstag von 10.00 bis 11.00 Uhr

- Kirchenöffnung St. Judas Thaddäus
Jeden Mittwoch von 18.00 bis 19.00 Uhr

- Laib und Seele Lebensmittelausgabe:
Immer Dienstag von 14.00 bis 15.00 Uhr in der evangelischen Rundkirche am Wolffring.
Achtung Ausgabezeiten ab August 2020:
Buchstabe A bis G: 14.15 - 14.45 Uhr
Buchstabe H bis O: 14.45 - 15.15 Uhr
Buchstabe P bis Z: 15.15 - 15.45 Uhr
Warten im Freien (vor der Kirche), nur Ausgabe von Lebensmitteln.
Die Regeln mit Hygienevorschriften sind zu beachten.
Spendenkonto für Laib und Seele:
Evang. Paulus Kirchengemeinde Tempelhof, Stichwort: Laib und Seele
Postbank Berlin, IBAN: DE44 1001 0010 0051 1401 00


- Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken
Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro. Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Kinderseite - Rätsel

Liebe Rätselfreunde, liebe Kinder!

Auflösung aus Oktober: 1) In welchem Jahr wurde die Kirche Herz Jesu gebaut? (Grundstein ist in der Kirche) = 17. Juli 1898; 2) Wann wurde das Gemeindehaus an der Kirche Herz Jesu gebaut? = 5. Juli 1989; 3) Wann wurde die Kita Herz Jesu errichtet? = 25.4.1964; 4) Wann fusionierten die Kirchengemeinden Herz Jesu und Judas Thaddäus? = 2004; 5) Wann wurde die Kita Judas Thaddäus errichtet? = 2.5.1959

Auflösung im Dezember 2020

1) Was bedeutet das Kreuzzeichen mit Weihwasser beim Eintritt in die Kirche?
A: Bitte um Regen?
B: Erinnerung an die Taufe?
C: Erinnerung an die Firmung?

2) Was heißt das Wort „Evangelium“ übersetzt?
A: Buch der Engel?
B: Buch der Fischer?
C: Frohe Botschaft?

3) Mit welchem Zeichen beginnt der katholische Gottesdienst?
A: Einlegen der Hostien?
B: Einzug des Pfarrers und der Ministranten?
C: Kreuzzeichen aller Gläubigen?

4) Was bedeutet der Begriff „Eucharistie“?
A: Danksagung?
B: Kirchenordnung?
C: Liederbuch?

5) Was bedeutet das Wort „Advent“?
A: Ankunft?
B: Vorfreude?
C: Vorbereitung?

Gebetsmeinung Papst Franziskus´ Dezember 2020

Universal - Für ein Leben aus dem Gebet
Wir beten dafür, dass unsere persönliche Christusbeziehung durch das Wort Gottes und unser Gebet wachse.

Krankenkommunion

KRANKENKOMMUNION
KRANKENKOMMUNION Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

Mit der Heiligen Kommunion zu unseren Kranken

Wenn Sie, eine Angehörige oder ein Angehöriger, eine Bekannte oder ein Bekannter die Heilige Kommunion zu Hause empfangen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro.
E-Mail und Telephon siehe "Kontakt"

Gottesdienstbeauftragte besuchen Sie dann zu dem vereinbarten Termin auch zu Hause.

Kinderkirche Familienkirche

Kinderkirche  Familienkirche

Herzliche Einladung zum Familiengottesdienst

mit paralleler Kinderkirche

Jeden 1. Sonntag im Monat um 10.45 Uhr
in St. Judas Thaddäus
(Bäumerplan 1-5, 12101 Berlin)

Anschließend herzliche Einladung zum Frühschoppen:
Gemeinsam frühstücken, Kaffee trinken und Kuchen essen im Pfarrsaal.

Das Frühschoppenteam bereitet alles vor. Es nimmt gerne Anregungen entgegen und freut sich über jede Unterstützung - in welcher Form auch immer (Kontakt: Frau Schukowski, Tel. 0174-1620012).

Und: Generell werden fleißige Hände benötigt. Coole Veranstaltung, aber es muß auch einer machen...

Die nächsten Termine:
vorerst keine weiteren Termine aufgrund der Corona-Krise

START NEUER MINISTRANTEN- UND JUGENDGRUPPE

Absage aller Treffen der Ministranten- und Jugendgruppe

Liebe Kinder und Jugendliche, liebe Gemeinde,

aufgrund der steigenden Zahlen an Corona-Infizierten und den damit verbun-denen neuen staatlichen Vorgaben müssen leider alle Treffen der Ministran-tengruppe, der Ministrantenausbildung und der Jugendgruppe vorerst bis mindestens Mitte Januar 2021 abgesagt werden.
Wir bedauern diese Entscheidung sehr. Jedoch ist dies die einzige Möglich-keit, verantwortungsvoll mit der derzeitigen Situation umzugehen. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung und Aufgabe, diese Pandemie einzu-dämmen. Auch wir rufen dazu auf, soziale Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren und damit die weitere Verbreitung des Corona-Virus abzuschwä-chen.
Sobald im nächsten Jahr wieder Treffen möglich sein werden, werden wir euch umgehend benachrichtigen. Die Termine der Gruppen können dann auch den Vermeldungen und den Schaukästen entnommen werden.

Wir wünschen euch, euren Familien und unserer gesamten Gemeinde trotz der schwierigen Zeit ein fröhliches und besinnliches Weihnachtsfest. Vielleicht können wir durch die Feier der Geburt Christi wieder neue Kraft und Hoffnung schöpfen, so wie es im Lied „Stille Nacht“ heißt: „Christ, der Retter, ist da!“

Frohe Weihnachten und auf ein schönes, besseres Jahr 2021!

Die Ministrantinnen und Ministranten

Kolpingtermine (HEJ)

Z. Zt. finden keine Veranstaltungen statt.

KLEINES ARCHIV

St. Judas Thaddäus: Rückblick auf die Karwoche 2020

Rückblick auf die Karwoche 2020

Nach einer sehr ruhigen Fastenzeit, in der wir seit dem 3. Fastensonntag keine Gottesdienste in der gewohnten Form und Regelmäßigkeit feiern durf-ten, gingen wir mit vielen Gedanken und Überlegungen in die Vorbereitungen der Kar- und Ostertage.
Und so wurde beschlossen, dass unsere beiden Kirchen an jedem der Tage für mehrere Stunden geöffnet werden und im Rahmen der noch möglichen li-turgischen Möglichkeiten und je nach Symbolik optisch und ggf. akustisch ausgestaltet werden, so dass die „Geschichte“ beginnend vom Einzug in Je-rusalem über das Gedenken ans Letzte Abendmahl, das Gebet am Ölberg über Verhaftung, Kreuzigung und Grabesruhe hin zur triumphalen Auferste-hung am Ostermorgen sicht- und begreifbar wird.
Im stillen Gebet hatten die Besucher der Kirchen Gelegenheit, sich individuell im stillen Gebet mit dem Leidensweg Jesu auseinanderzusetzen und sich so auf Jesu Auferstehung vorzubereiten und auch über das eigene Leben nachzudenken.
Die Dramatik, die die Kartage sowieso mit sich bringen, wurde aufgrund der ungewissen, unangenehmen und zudem vor allem ungewohnten Situation noch gesteigert. Eine Rückkehr zur Normalität schien in weiter Ferne. Vor al-lem die Leere im Altarraum am Karsamstag und die Hoffnung auf Besserung – symbolisiert durch eine einzelne brennende Kerze – blieben in Erinnerung und ließen die Eindrücke noch schmerzhaft erscheinen.
Überwiegend gab es viel Dankbarkeit, dass die Türen der Kirchen geöffnet waren und diese einmalige Gelegenheit und Form zum Begehen der Karwo-che möglich war. Vielfach feierten die Besucher die Gottesdienste zuhause am Bildschirm per Livestream und brachten anschließend ihr persönliches Gebet in der geöffneten Kirche dar. So wurde die Kirche zu einem Ort der der Stille und der inneren Einkehr, fernab vom Alltagsstress draußen. Spa-ziergänger, die zufällig vorbei kamen, wagten einen Blick hinein und äußerten zudem auch die Freude darüber, dass die Kirchen, die sonst immer nur zu seien und von außen so beeindruckend aussähen, nun „endlich mal offen wären“.
Einen herzlichen Dank an alle, die sich Gedanken gemacht haben, ob, wann und wie die Tage gestaltet werden, sich an der Durchführung beteiligten und ihre Ideen eingebracht haben.

Nicolas Franz

Wiedereröffnung von Herz Jesu April 2019

JUBELFEIER zur WIEDERERÖFFNUNG von HERZ JESU

O lass im Hause dein uns all geborgen sein.

Endlich öffneten sich am 23. Februar 2019 die Türen unserer neu gestalteten und renovierten Pfarrkirche wieder für alle.

Deo gratias!

Kaum eingetreten beeindruckte die unerwartete Helligkeit, stachen Schönheit und Glanz der vertrauten Flügelaltäre - z.T. an veränderter Stelle - ins Auge, fiel der Blick staunend auf 3 ganz neue Elemente aus Porphyr, einem nahezu sandfarbenen Lavagestein mit je eigenem „Feuer". Dies sind der Stein des Taufbeckens in der Marienkapelle, der Ambo, nun auf einer Altarstufe links postiert und der Altarstein selbst.

Von festlichen Orgelklängen begleitet zogen Weihbischof Matthias Heinrich, fünf Priester, Diakon und Ministrantinnen und Ministranten in stattlicher Zahl ein, und die voll besetzte Kir-che hallte vom Lobgesang wieder: „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land ..."

Herzlich begrüßte Pfarrer Schlosser Mitbrüder, Gäste und Festgemeinde. Der Weihbischof äußerte seine Freude, nun die Weihehandlungen vorzunehmen und mit uns Eucharistie zu feiern. Zuerst segnete er den Taufstein, Ort geschenkter Gotteskindschaft, dann den Ambo, von dem künftig das Wort Gottes verkündet wird. Die Weihe des Altarsteins begann mit der Einmauerung eines Kästchens mit Reliquien, wozu alle Kinder nach vorn eingeladen wurden. Manch Erwachsener erlebte diese seltene und feierliche Zeremonie auch zum 1. Male. Unter Gebeten begoss, ja salbte Mattias Heinrich dann den Altartisch mit Chrisam, einem geweih-ten Öl, stellte an alle Ecken Kerzen und entzündete sie mit dem Licht der Osterkerze. Auf-steigende Rauchschwaden ließen an alttestamentliches Opfern denken, das mit Jesu Opfer-tod für immer überholt war und bleibt. Schließlich bereiteten Ministranten den ‚Tisch des Bro-tes‘ mit weißen Tüchern, Leuchtern, Kreuz und Messbuch für die weitere Eucharistiefeier vor.

Zum Sanctus und Agnus Dei erklangen ausgesucht schöne Solostücke aus der deutschen Messe von Lothar Graap, gesungen von Tenor Karol Bettley, zum Auszug ein barocker Marsch von J. Clarke, dargeboten von Hornist J. Schulte, beide professionell begleitet von unserem Organisten W. Wrede. Man hörte förmlich seine Freude, der frisch gestimmten Or-gel festliche Klänge zu entlocken. Nach der Kommunion wurde der Tabernakel, nun an un-gewohntem Ort, neben der Sakristeitür, gesegnet, ehe er das Allerheiligste aufnahm. Das Ewige Licht darüber konnte neu entzündet werden.

Nach dem Segen wurden die Kinder, die prima durchgehalten haben, ins Gemeindezentrum vorausgeschickt. Unser KV-Mitglied Herr Wagenaar trat - eine Riesenglühbirne in der Hand - an den Ambo und leitete seine Dankrede wie folgt ein: „Mit dieser 1000-Watt-Glühbirne fing alles an…"

Monatelang rauchten kluge Köpfe, um zu entscheiden, welche Reparaturen außer der Licht-anlage unumgänglich, welche wichtig und bezahlbar wären, findige Fachleute ersonnen cle-vere technische Lösungen und fleißige Handwerker verschiedenster Gewerke setzten das Nötige um. Allein die Aufzählung aller Mit- und Zuarbeiter machte schwindelig, keiner sollte vergessen werden. Herr Wagenaar dankte jedem Einzelnen aufrichtig für dessen Beitrag, der zum Gelingen des Gesamtwerkes beigetragen hat. Wir, die Gemeinde, stimmten dem dankbaren Herzens mit Applaus zu. Stellvertretend für alle Akteure überreichte er später Herrn Marcus Nitschke vom Büro D:4 den 1000-Watt ‚corpus delicti‘!

Nun hatten auch Gäste und Gemeindemitglieder eine Atempause nötig und leibliche Stär-kung im Gemeindehaus verdient, welche auch unser Weihbischof gern annahm. Gegen 14.00 Uhr bestand das Angebot, sich von den Architekten Lutzenberger + Lutzenberger selbst durch die Kirche Herz Jesu führen zu lassen. Sie ließen uns teilhaben an ihren ers-ten Ideen und konzeptionellen Überlegungen, an kleinen und großen Überraschungen, wel-che erst während des Umbaus auftraten und weckten auf diese Weise noch tiefere Wert-schätzung für die zahlreichen Kostbarkeiten in unserer Kirche.

Wer mochte, konnte sich bei Kaffee und Kuchen unterhalten oder bei den Kindern vorbei-schauen, bis gegen 16.00 Uhr zur abschließenden Vesper geläutet wurde. In seiner An-sprache zitierte Diakon Markgraff-Kosch die Antwort Jesu auf die Frage der Jünger: „Herr, wo wohnst du?" Sie lautete ja: „Kommt und seht." Mit eben diesen Worten bitte ich all jene, die nicht an der Wiedereinweihungsfeier teilnehmen konnten: „Kommt und seht - selbst!“

M. Fleischer (stellvertr. PGR-Vorsitzende)